Fallent: Temelin-Hearing nicht durchführen!

"Entschließungsanträge der vier Parlamentsparteien sind vollinhaltlich umzusetzen"

Wien, 2001-06-15 (fpd) - Der freiheitliche Umweltsprecher Abg. Ing. Fallent sprach sich heute gegen die Durchführung eines Temelin-Hearings aus, da dieses als Persilschein für die AKW-Betreiber und die Tschechische Regierung gesehen werden könnte.****

"Es ist nichts anderes zu tun, als die Entschließungsanträge der vier Parlamentsparteien auf Punkt und Beistrich umzusetzen und im Rahmen des Melker Prozesses eine vollinhaltliche UVP durchzuführen", erklärte Fallent.

Dafür seien jedoch die vorgelegten Unterlagen der tschechischen Regierung, im besonderen in den Kapiteln "Schwere Unfälle" und "Nullvariante", zu mangelhaft. Auch habe der 20. Störfall, bei dem 80.000 Liter radioaktives Kühlwasser ausgetreten sind, gezeigt, daß Tschechien nicht einmal bereit sei, sich an den vereinbarten Frühwarn- und Informationsmechanismus zu halten.

Fallent regte daher an, die Ergebnisse einer vom Umweltministerium in Auftrag gegebenen Untersuchung des Institutes für Risikoforschung zur Beurteilung des Melker Prozesses und der Bewertung der Risikosituation für die österreichische Bevölkerung abzuwarten und ausreichend zu diskutieren.

Der freiheitliche Umweltsprecher ersucht daher den Umweltminister, weitere Gespräche mit den politischen Vertretern Tschechiens, der EU, des Bundes und der Bundesländer sowie den verschiedenen Experten und Antiatominitiativen zu führen und im besonderen Tschechien klar zu machen, daß dies nicht der Weg in die Europäische Union ist. (Schluß)

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