Heinzl: Preisunterschiede von mehr als S 1,30 bei Tankstellen im Bezirk St. Pölten

VP-Wirtschaftsminister schaut Multi-Preistreiberei bei Treibstoffen tatenlos zu

St. Pölten, (SPI) - "Die Abnahmepreise von der Raffinerie allein können es nicht sein. Wen man in Völlerndorf für 98-Oktan-Super 15,05 Schilling zahlt, in Eichgraben, Neulengbach, oder Asperhofen für die gleiche Treibstoffart ‚günstigere‘ 13,69 Schilling pro Liter, dann enttarnt sich das ewige Jammern der Mineralölmultis über die hohen Abnahmepreise bei der Raffinerie der OMV als Unsinn. Diese Preisunterschiede, so auch bei Superbenzin (95 Oktan) von rund 1 Schilling bzw. bei Dieseltreibstoff von 90 Groschen je Liter, sind einzig und allein das Werk der Mineralölmultis und damit der Tankstellenbetreiber. Sie sind es, die meist in konzertierten Aktionen innerhalb weniger Stunden die Treibstoffpreise in die Höhe schrauben, ohne das dies durch Abnahmepreise oder Preisentwicklungen am Rohölmarkt zu rechtfertigen wäre", kritisiert St. Pöltens Nationalrat und ARBÖ-Präsident Anton Heinzl das "Treibstoffroulette" im Bezirk St. Pölten.****

Ein amtliches Preisregelungsverfahren ist ebenso wie Untersuchungen über illegale Preisabsprachen längst überfällig. Allein der Herr ÖVP-Wirtschaftsminister Martin Bartenstein verwehrt sich derartigen "Eingriffen in den freien Markt". "Das was sich hier abspielt, ist längst kein freier Markt mehr, sondern 'organisiertes Raubrittertum' auf die Brieftaschen der Autofahrer. Warum soll in der Landeshauptstadt der Liter Benzin um 1,30 Schilling mehr kosten als im wenige Kilometer entfernten Asperhofen? Das ist durch nichts zu rechtfertigen", so Heinzl. Allein durch die höhere Mineralölsteuer durch die gestiegenen Treibstoffpreise hat FP-Finanzminister Grasser bis heute mehr als 2 Milliarden Schilling an Mehreinnahmen zu verzeichnen. "Vielleicht ist das der Grund, warum diese Bundesregierung vor den Mineralölmultis kuscht und niemand von ÖVP und FPÖ wirklich ein amtliches Preisregelungsverfahren einführen will. Dann müssten sie vielleicht da und dort wirkliche sparen und ihre Werbekampagnen eindämmen, anstatt bloß von unten nach oben umzuverteilen", so Heinzl abschließend.
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