Euro-Call-Center der WKÖ für Umstellungsfragen startet am 1. Juli 2001

Domany: Euromobil besucht im Endspurt vor allem Klein- und Kleinstbetriebe Haiden: Euro-Wechselgeld-Bedarf muss zeitgerecht gesichert werden

Wien (PWK439) In einer konzertierten Aktion wird von Seiten der Wirtschaftskammer Österreich 200 Tage vor Euro-Einführung zum Endspurt der Euro-Vorbereitung der heimischen Unternehmen geblasen. Zum dritten Mal in Folge startet das Euromobil, mit dem die WKÖ gemeinsam mit OeNB, Casinos Austria, Bank Austria, Simon Kucher & Partners, KSV, OMV und Österreichische Lotterien österreichweit Firmenbesuche mit Beratungen durch Euro-Experten organisiert. "Am 1. Juli nehmen wir in Kooperation mit dem ORF auch ein Euro-Call-Center in Betrieb, wo sich unter der gebührenfreien Telefonnummer 0800 221 222 sowohl Unternehmen als auch Konsumenten über die Euro-Umstellung beraten und informieren können", erklärte WKÖ-Generalsekretär Christian Domany heute, Mittwoch, vor Journalisten. Zeitgleich bieten wir rund um die Uhr ein eigenes Euro-email (eurohotline@wko.at) und -Internetservice (wko.at/euro) an. Damit kann rasch und kompetent Unsicherheiten in der Bevölkerung entgegengewirkt und konkrete Sachinformationen an die umstellenden Betriebe weitergegeben werden."

Laut neuesten Umfragen sind die österreichischen Unternehmen gut auf die neue Europa-Währung vorbereitet."Rund drei Viertel haben mit der internen Umstellung begonnen oder diese bereits abgeschlossen", so Domany. Dort wo noch Informations- und Nachholbedarf besteht, insbesondere bei Klein- und Kleinstbetrieben, stehen die Wirtschaftskammern und ihre 133 Euro-Beauftragten mit Rat und Tat zur Seite.

WKÖ-Vizepräsident René Alfons Haiden ortet vor allem vier heikle Bereiche, auf die die Unternehmen jetzt zu achten haben:
"1. Muss man sich zeitgerecht im Klaren über den Euro-Wechselgeld-Bedarf sein, welche Stückelung wann in welcher Menge verfügbar sein soll.
2. gilt es das Rechnungswesen bis Jahresende umzustellen, da ab 1.1.2002 bargeldlose Transaktionen in Schilling nicht mehr möglich sein werden.
3. muss das Euro-Pricing wohl überlegt und strategisch festgelegt werden.
Und 4. benötigt man ausgebildetes Personal, das mit der neuen Währung umgehen und rechnen kann."

Zwei Drittel der Betriebe die noch nicht mit der Umstellung begonnen haben, geben laut letzten Erhebungen der Wirtschaftskammer an, mit zwei Monaten Umstellungszeitraum auszukommen. "Unser Rat ist, sicherheitshalber früher mit den Vorbereitungen zu beginnen, um einen zeitlichen Sicherheitspolster aufzubauen und noch Selbsttests absolvieren zu können", so Haiden.

Zur logistischen Versorgung mit Euro-Bargeld meinte Haiden, dass es sicherlich da und dort zu Engpässen kommen könnte, "insbesondere in den Grenzregionen zu unseren östlichen Nachbarländern, wo der Schilling- und DM-Banknotenumlauf sehr hoch ist und vieles in Österreich umgewechselt werden wird. Auch Einkaufszentren werden enorme Umtauschmengen zu bewältigen haben. Erhöhter Euro-Bargeldbedarf ist aber auch bei zahlreichen Einzelhandelsgeschäften, Bäckern, Friseuren, Cafés, Restaurants, Trafikanten und Taxis sehr wahrscheinlich", zeigte sich Haiden überzeugt. Aber sowohl die Banken, der Handel als auch der Tourismus, die die Hauptlast zu tragen haben, seien gut vorbereitet und lassen keine gröberen Probleme erwarten. (NE)

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