SP-Bauer: Strategien für eine zukunftsweisende Forschungs- und Technologiepolitik

Wien(SK) "Österreich hatte stets einen Rückstand in den Forschungs-und Entwicklungsausgaben und muss den forschungs- und technologiepolitischen Rückstand aufholen; die Umsetzung der Erhöhung der Forschungsquote von derzeit 1,8 auf 2,5 Prozent bis ins Jahr 2005 ist daher eine absolute Notwendigkeit" forderte SP-Abgeordneter Hannes Bauer. Die gestrige Veranstaltung des "Zukunftsforum Österreich" beschäftigte sich mit der österreichischen Forschungs-und Technologiepolitik und den Initiativen für das "Forschungs- und Technologieland Österreich". Hauptreferent Dr. Knut Consemüller, Vorsitzender des Rates für Forschung- und Technologiepolitik in Österreich, stellte nach einer Analyse der Ausgangsituation die Elemente für eine "Forschungsstrategie Austria" dar. ****

Obwohl von einigen Experten die Anhebung der Ausgaben für F&E bis 2005 auf 2,5 Prozent des BIP als äußerst ambitioniert bezeichnet wird, müsse dieses Ziel im Hinblick auf Bedeutung der Gesamtentwicklung der österreichischen Wirtschaft erreicht werden. Dies umso klarer, als die EU eine Erhöhung der Ausgaben für F&E auf 3 Prozent anstrebe.

Die niedrige Forschungsquote in Österreich liege u.a. nach Auffassung von Consemüller auch in der kleinbetrieblichen Unternehmensstruktur mit mangelndem finanziellen Background für riskante Forschungstätigkeit. Die Stärkung der kleinen Betriebe und die Clusterbildung durch nationale und internationale Vernetzung sei daher von elementarer Bedeutung.

Interessant sei die Tatsache, dass Österreichs Aufwendungen für die wirtschaftsnahe Forschung im europäischen Vergleich unterdurchschnittlich seien, während die universitäre Forschung überdurchschnittlich hoch sei. Das bedeutet, dass viele Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung nicht entsprechend genutzt werden. Es müssen daher Anreize zur wirtschaftlichen Verwendung von Forschungsergebnissen geschaffen werden. "Hier liegen große Potenziale brach; auch müssen Hemmschwellen innerhalb der KMU's und der Forschungseinrichtungen abgebaut und Wissenstransfers ermöglicht werden", forderte Bauer.

Darüber hinaus sieht die "Forschungsstrategie Austria" eine Reihe wichtiger Strategieelemente für F&E vor: dazu zählen u.a. die Sicherstellung der langfristigen Finanzierung und Stetigkeit von steuerlichen Maßnahmen, die Forcierung von Zukunftsfeldern, die Förderung von Kooperationen und Anreize für die Hebung von Forschungsbeteiligungen der KMU's.

"Die Förderung von Forschung und Technologie trägt zur Bildung von intellektuellem Kapital maßgeblich bei und ist Grundvoraussetzung für das Mithalten und Bestehen im Wettbewerb der Wissensgesellschaft. Wissenschaft und Forschung von heute sichert die Zukunft des Wirtschaftsstandortes Österreich und schafft die Arbeitsplätze von morgen", schloss Bauer. (Schluss) ps/mp

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