Theater an der Wien feiert 200. Geburtstag. Festkonzert unter Leitung von Nikolaus Harnoncourt

Wien (OTS) - * G E S P E R R T bis 13. Juni 2001 19.30 Uhr *

Mit einem Konzert der Wiener Philharmoniker mit
Werken von Beethoven und Strauß, zwei der wichtigsten Komponisten die an diesem Haus gewirkt haben, erreichten die Feierlichkeiten rund um das Wiener Theaterjuwel ihren Höhepunkt.

Bundespräsident Dr. Thomas Klestil gratulierte in einer Grußadresse und unterstrich seine Verbundenheit zu diesem Haus: "Ich erinnere mich noch gut, als auch ich im Theater an der Wien kurz nach 1945 meine erste Opernaufführung miterleben konnte." Er verwies auch auf die beeindruckenden Erfolge des Theaters mit Musicals, und daß das Wiener Publikum im Auf und Ab der Geschichte diesem beeindruckendem Musentempel, in dem alle erdenklichen Bühnengattungen zwischen Oper und Musical, klassischem Drama und bestem Volkstheater zur Aufführung gelangt sind, bis heute immer treu blieb.

Bürgermeister Dr. Michael Häupl betonte, daß das Theater an der Wien schon immer einen ganz besonderen Rahmen für herausragende Theatererlebnise bot: "Ob Beethovens Fidelio oder die ein goldenes Zeitalter begründende Fledermaus von Johann Strauß, ob das Gastspiel der Staatsoper nach dem Krieg oder die nun schon seit 35 Jahre dauernde Pflege des Musicals, seit vielen Jahrzehnten ist das Theater an der Wien ein hell strahlender Fixstern am kulturellen Firmament unserer Stadt."

Intendant Rudi Klausnitzer stellte in seiner Begrüßung der Ehrengäste, unter denen sich neben namhaften Vertretern des Wiener Kulturlebens auch die früheren Direktoren des Hauses, Prof. Rolf Kutschera und Prof. Peter Weck befanden, fest, daß "dieses Theater schon immer eine ganz besondere Aura hatte. Geprägt durch die wunderbaren künstlerischen Leistungen, die das Haus im Laufe seiner Geschichte erlebt hat und durch die Tatsache, daß es immer offen war für das Neue, oder wie Marcel Prawy es formuliert "immer die Nase vorn hatte". Hier fanden wunderbare Opern-Uraufführungen statt, die Goldene Operetten-Ära wurde in diesem Haus begründet und mit Elisabeth und Mozart! eine neue Form des deutschsprachigen Musicals geschaffen, das von hier aus seinen Weg in die Welt gefunden hat. Das Theater an der Wien soll auch in Zukunft ein Ort der unterschiedlichsten Theaterformen sein und stets offen für das Neue."

Aus Anlaß des festlichen Abends wurde auch eine Festschrift herausgegeben, in der Marcel Prawy über die "Geheimnisse von Wiens Lieblingstheater" schreibt und meint, "Wir wissen doch, daß alle Opernliebhaber das Verschwinden neuer, zeitgenössischer, publikumswirksamer, populärer Opern beklagen. Das ist falsch, es gibt sie. Wir dürfen sie nur nicht auf dem Felde des Angebots an zeitgenössischen Opern suchen. Sie heißen eben heute Musicals."

Dr. Clemens Hellsberg erläutert in einer "Philharmonischen Hommage" an Ludwig van Beethoven und Johann Strauß die Werke der beiden Komponisten vor, die bei dem Festkonzert zu hören waren und die alle ihre Uraufführung im Theater an der Wien erlebt hatten.

Sehr eindrucksvoll wird in der Festschrift auch die vollständige Renovierung des Hauses in den letzten Jahren dargestellt, in die über 100 Mio. Schilling investiert wurden, die überwiegend aus den Einnahmen aus Musicalexporten ins Ausland stammen. Diese Renovierung wurde von den Vereinigten Bühnen Wien ohne zusätzliche Subventionen aus eigenen Mitteln finanziert.

Festkonzert am 13. Juni 2001
"200 JAHRE THEATER AN DER WIEN"

Johann Strauß, Ouvertüre zu der Operette "Waldmeister" uraufgeführt am 4. Dezember 1895 im Theater an der Wien
Johann u. Josef Strauß, Pizzicato-Polka, RV 705
uraufgeführt am 10.Januar 1893 im Theater an der Wien
Johann Strauß, Frühlingsstimmen, Walzer Op. 410
uraufgeführt am 1. März 1883 im Theater an der Wien
Johann Strauß, Egyptischer Marsch, Op. 335
uraufgeführt am 21. September 1870 im Theater an der Wien
Johann Strauß, Ouvertüre zu der Operette "Der Zigeunerbaron" uraufgeführt am 24. Oktober 1885 im Theater an der Wien

eine halbe Stunde Pause mit Sektempfang in allen Foyers

Ludwig van Beethoven, Symphonie Nr. 6. F-Dur. Op.68 "Pastorale" uraufgeführt am 22. Dezember 1808 im Theater an der Wien
Allegro ma non troppo
("Erwachen heiterer Empfindungen bei der Ankunft auf dem Lande", 2/4)
Andante molto moto ("Szene am Bach", B-Dur, 12/8)
Allegro ("Gewitter, Sturm", 4/4)
Allegretto ("Hirtengesang: Frohe und dankbare Gefühle nach dem Sturm", 6/8)

Wiener Philharmoniker
Leitung: Nikolaus Harnoncourt

Weitere Aktivitäten anläßlich "200 JAHRE THEATER AN DER WIEN"

"200 JAHRE THEATER AN DER WIEN"
Der über 200 Seiten fassende Prachtband von Attila E. Lang, erschienen im HOLZHAUSEN Verlag, ist im Buchhandel sowie im Theatershop im THEATER AN DER WIEN zum Preis von ATS 480,-erhältlich.

"MARCEL PRAWY - 200 JAHRE THEATER AN DER WIEN"
Auch der ORF gratuliert zum großen Jubiläum! Die Produktion mit Opernführer Prof. Marcel Prawy wurde zu Fronleichnam am Donnerstag, dem 14. Juni 2001, um 11.00 Uhr im ORF 2 ausgestrahlt.

"BEETHOVEN-ZIMMER"
Der original eingerichtete Schauraum im Eingangsbereich des Theaters wurde einem Zimmer der Wohnung des großen Komponisten im THEATER AN DER WIEN nachempfunden. Die offizielle Eröffnung des Beethoven-Zimmers erfolgt in den nächsten Wochen.

ERÖFFNUNG DER MUSIK MEILE WIEN
Anläßlich der Eröffnung der MUSIK MEILE WIEN am 8. September 2001 wird auch das Theater an der Wien als Ausgangspunkt des "Walk of Fame" vom Theater an der Wien bis zum Wiener Stephansdom seine Tore öffnen. Zahlreiche Aktivitäten im und um das Haus sowie entlang der gesamten MUSIK MEILE WIEN sind für diesen Samstag geplant.

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