Tourismuswachstum im Winterhalbjahr 2000/01 beschleunigt sich

Umsatzwachstum mit ähnlicher Dynamik wie im Vorjahr

Wien (BMWA/OTS) - In der Wintersaison 2000/01 sind die Tourismusumsätze nach vorläufigen Berechnungen um 6,3% gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Sie erreichten damit eine Größenordnung von rund 112,1 Milliarden Schilling (8,14 Milliarden Euro). Die Nachfrage der Inländer fiel im Durchschnitt der Wintersaison schwächer aus als die der ausländischen Gäste. Mit dem bisher vorliegenden Ergebnis kann in Bezug auf die abgelaufene Wintersaison ein positiver Schlussstrich gezogen werden, zeigte sich Tourismus-Staatssekretärin Marès Rossmann erfreut. Das Tourismuswachstum des Winterhalbjahres 2000/01 beschleunigte sich sogar etwas gegenüber dem positiven Trend im Kalenderjahr 2000 (+5,5%). ****

Das Umsatzwachstum in der Sommersaison wird eine ähnliche Dynamik wie in der abgelaufenen Wintersaison aufweisen. Für das Kalenderjahr 2001 wird eine Umsatzwachstumsrate von 6% erwartet. Damit erreichen die Tourismusumsätze die neue Rekordmarke von 223,2 Milliarden Schilling (16,22 Milliarden Euro).

Trotz der erfreulichen Ergebnisse muss festgehalten werden, dass der österreichische Tourismus zur Zeit schwächer wächst als die internationalen Tourismus- und Freizeitmärkte und deshalb Marktanteilsverluste in Kauf genommen werden müssen. Wirksame Möglichkeiten, das internationale Wachstumspotenzial zu nutzen, wären eine intensivere Kooperationstätigkeit sowie eine Forcierung der Innovationen.

Von den einzelnen wichtigen Herkunftsländern expandierten die Nächtigungen der US-Amerikaner, Spanier, Briten, Japaner Schweizer und der Niederländer relativ kräftig, die der deutschen Gäste unterdurchschnittlich. Die Übernachtungen der Franzosen waren stark rückläufig, jene der Belgier stagnierten.

Eindeutiger Gewinner der Wintersaison war das Burgenland mit einem Umsatzzuwachs von 16,4%, danach folgten Tirol (+9,7%) und die Steiermark (+8,4%). Schwächer entwickelten sich Kärnten (+4,3%), Wien (+3,9%), Salzburg (+3,4%), Oberösterreich (+3,2%), Niederösterreich (+2,0%) und Vorarlberg (+1,2%).

Tourismusanalyse: Winterhalbjahr 1999/2000
Umsätze Nächtigungen
Insgesamt Insgesamt Inländer Ausländer Veränderung gegen das Vorjahr in %

Burgenland +35,4 +12,6 +12,6 +12,6 Kärnten + 7,0 + 1,9 + 3,2 + 1,1 Niederösterreich +14,0 + 5,8 + 6,1 + 4,9 Oberösterreich +10,4 + 3,2 + 3,4 + 2,6 Salzburg + 3,6 + 0,6 + 3,1 - 0,3 Steiermark + 7,4 + 2,0 + 4,4 - 1,6 Tirol + 8,6 + 2,8 + 5,5 + 2,6 Vorarlberg 1) + 8,3 + 1,7 + 4,3 + 1,4 Wien + 7,1 + 2,5 + 9,5 + 0,8

Österreich + 7,5 + 2,3 + 4,7 + 1,6

Quelle: Statistik Austria, WIFO. - 1) Umsätze ohne, Nächtigungen einschließlich Kleinwalsertal.

Tourismusanalyse: Winterhalbjahr 2000/01
Umsätze 1) Nächtigungen 2) Insgesamt Insgesamt Inländer Ausländer Veränderung gegen das Vorjahr in %

Burgenland +16,4 + 8,4 + 9,4 + 2,2 Kärnten + 4,3 + 3,7 + 1,8 + 4,9 Niederösterreich + 2,0 - 0,6 - 0,6 - 0,5 Oberösterreich + 3,2 + 0,2 - 0,7 + 1,9 Salzburg + 3,4 + 2,5 - 0,1 + 3,4 Steiermark + 8,4 + 5,3 + 4,0 + 7,3 Tirol + 9,7 + 4,9 + 4,6 + 5,0 Vorarlberg 3) + 1,2 - 0,7 + 0,6 - 0,9 Wien + 3,9 + 3,8 + 3,2 + 3,9

Österreich 3) + 6,3 + 3,4 + 1,9 + 3,9

Quelle: Statistik Austria, WIFO. - 1) Schätzung. - 2) April:
Hochrechnung. - 3) Umsätze ohne, Nächtigungen einschließlich Kleinwalsertal.

Tourismusanalyse: Winterhalbjahr 1999/2000
Nächtigungen
Insgesamt Inländer Ausländer
In 1.000

Burgenland 549,4 478,3 71,1 Kärnten 2.968,0 1.135,4 1.832,6 Niederösterreich 2.008,7 1.493,3 515,4 Oberösterreich 2.190,1 1.431,0 759,1 Salzburg 11.725,1 3.089,1 8.636,0 Steiermark 4.002,4 2.473,0 1.529,4
Tirol 22.276,8 1.553,6 20.723,1 Vorarlberg 1) 4.543,1 403,3 4.139,8
Wien 2.981,9 634,3 2.347,6

Österreich 53.245,5 12.691,3 40.554,2

Quelle: Statistik Austria. - 1) Einschließlich Kleinwalsertal.

Tourismusanalyse: Winterhalbjahr 2000/01
Nächtigungen 1)
Insgesamt Inländer Ausländer
In 1.000

Burgenland 595,8 523,1 72,7 Kärnten 3.086,3 1.158,2 1.928,2 Niederösterreich 2.005,9 1.492,0 513,8 Oberösterreich 2.192,4 1.418,2 774,1 Salzburg 12.070,6 3.103,5 8.967,1 Steiermark 4.240,9 2.589,2 1.651,7
Tirol 23.447,2 1.627,2 21.820,0 Vorarlberg 2) 4.521,5 407,3 4.114,2
Wien 3.093,8 654,4 2.439,4

Österreich 2) 55.254,5 12.973,2 42.281,2

Quelle: Statistik Austria. Rundungen können Rechendifferenzen ergeben. - 1) April: Hochrechnung. - 2) Einschließlich Kleinwalsertal.

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