ARBÖ Wien: Südraum braucht rascheste Realisierung des Verkehrskonzeptes

Wien (ARBÖ) - "Es gibt ausgezeichnete Verkehrskonzepte. Diese dürfen aber nicht Makulatur bleiben, sondern müssen schleunigst in die Tat umgesetzt werden!" - Das verlangt der Wiener ARBÖ-Präsident Dr. Rudolf Ertl angesichts der nahezu täglich auftretenden Stau- und Unfallsituation. Ertl will einen Verkehrsbeirat für die Ostregion schaffen, der nicht nur planungs- sondern auch finanzierungsorientiert arbeiten kann.

Tägliche Pendlerstaus während der Morgen- und Nachmittagsspitzen, eine hoffnungslos überlastete Süd-Ost-Tangente und Südautobahn-Einfahrt zur Bundeshauptstadt, verbunden mit Auffahrunfällen und hohen volkswirtschaftlichen Folgekosten durch Verdienstausfall und Stehzeiten dürfen nicht ohne weiteres hingenommen werden, erklärte der Präsident des ARBÖ Wien, Dr. Rudolf Ertl. Das an sich sehr gute Verkehrskonzept der Planungsgemeinschaft Ost müsse endlich der Praxis angepasst und mit einem Finanzierungsszenario versehen werden, verlangt der Präsident der, mit 100.000 Mitgliedern größten ARBÖ-Landesorganisation. Neben dem ohnehin von nahezu allen Politikern und Interessenvertretern geforderten raschen Bau der B 301, der Südumfahrung, sei es weiters notwendig, die B 16 als wirksame Umfahrungsstraße im Süden Wiens sowie die ehemalige Trasse der A 3, also die B 15, auszubauen. "Die B 301 hat damit eine gute Entlastungsfunktion für die Süd-Ost-Tangente", sagte Ertl. Dazu muss aber endlich die Finanzierung geklärt werden, es gehe nicht, dass man bloß in Sonntagsreden die eine oder andere Forderung stelle, "weil sich das für die im Stau steckenden Autofahrer gut anhört", meinte der ARBÖ-Wien-Präsident.
Ertl regte auch an, eine zweite Südeinfahrt anzudenken. "Damit würde man rechtzeitig für die Zukunft vorsorgen. Die Dimensionierung muss sich nach der vorhandenen Siedlungsdichte im Südraum sowie nach den bereits bewilligten Ansiedlungsprojekten bzw. bereits dafür gewidmeten Liegenschaften richten. Jedenfalls steht fest, dass die vierspurige Süd zwischen Guntramsdorf und Wien den Verkehr schon heute nicht mehr staufrei aufnehmen kann.

Verkehrsbeirat für die Ostregion

Der ARBÖ Wien verlangt die Einrichtung eines Verkehrsbeirates für die Ostregion, in dem alle drei betroffenen Bundesländer, sowie alle relevanten Institutionen und Organisationen vertreten sein sollen. Dieser soll neben einer Adaptierung des bestehenden Konzeptes auch ein Finanzierungsszenario entwickeln. Ein solches Gremium sei aber auch sinnvoll, um der Zunahme des Verkehrs aus den, bald zur EU gehörigen ehemaligen Ostblockländern gerecht zu werden.
Weiters verlangt der ARBÖ Wien Ausbau und Attraktivierung des öffentlichen Personennahverkehrs als Pendlerverkehr mit großzügigen Park-and-Ride-Lösungen, die im Wesentlichen außerhalb der Bundeshauptstadt, an den Schnell- und Regionalbahnhöfen umzusetzen sind.
Auch die verbesserte Dotierung des Verkehrsverbund Ostregion (VOR), der die regionale Koordinierungsfunktion stärker als bisher innehaben soll und endlich wieder günstige Pendler- und Naherholungs-/Freizeitangebote bieten müsse.

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