Gasgeruch legte Großteil des U-Bahn-Netzes lahm

Abschlussbericht der Wiener Feuerwehr - Teer-Gas-Dampfgemisch gilt derzeit als wahrscheinlichste Ursache

Wien, (OTS) Nachdem von Passanten der U-Bahn-Linie U 1 am Dienstag Abend erheblicher Gasgeruch festgestellt wurde, untersuchte die Wiener Feuerwehr in Zusammenarbeit mit den Wiener Linien die kompletten U-Bahn-Stationen wie auch die Tunnelanlage der U 1. In weiterer Folge wurden sämtliche Wiener U-Bahn-Linien, bis auf die U 6, bis Betriebsschluss eingestellt. Seit heute morgen verkehren sämtliche U-Bahn-Linien wieder zu regulären Zeiten. Als plausibelste Erklärung nimmt man derzeit seitens der Wiener Feuerwehr an, dass ein Teer-Gas-Dampfgemisch, entstanden bei Straßenarbeiten im Bereich Praterstern/Lasallestraße, für die Geruchsbelästigung verantwortlich war.

Um ca. 19 Uhr musste auf Grund starken Gasgeruchs im Bereich der U 1 der Abschnitt Reumannplatz/Taubstummengasse evakuiert werden. Um 21 Uhr wurde der Gesamtbetrieb der U 1 gestoppt. Im Bereich Schwedenplatz wurde mittels eines Gaswarnmessgerätes eine minimale Gaskonzentration festgestellt. In den restlichen Bereichen konnte jedoch keine positive Gasmessung festgestellt werden. Allein im Bereich Opernpassage konnte noch eine geringfügige Menge von Erdgas dokumentiert werden. Sämtliche Überprüfungen im Bereich von Gasleitungen und Gasrohren waren aber negativ. Eine ernsthafte Explosionsgefahr bestand zu keiner Zeit.

Um den öffentlichen Verkehr aufrecht zu erhalten, wurden Straßenbahnen und Busse verstärkt geführt. Ebenfalls wurden die Betriebszeiten der Straßenbahnlinien "D", "O", "5", "18" und "67" sowie zahlreicher Buslinien verlängert. Darüber hinaus wurde der Nachtbus-Betriebsbeginn vorverlegt.

Im Zuge des Einsatzes wurde auch im Bereich Praterstern der Brand einer Rolltreppe festgestellt. Dieser Schwelbrand hatte allerdings keinen kausalen Zusammenhang mit dem Gasgeruch. Um 3 Uhr früh kam es zu Nachuntersuchungen und Gasmessungen in den Bereichen Stephansplatz, Karlsplatz, Praterstern, Schwedenplatz und Südtirolerplatz, die allesamt negativ verliefen.

Laut Wiens Branddirektor DI Dr. Friedrich Perner nimmt man derzeit an, dass ein Geruchsgemisch, hervorgerufen durch Gasbefeuerungsanlagen von Teerkesseln im Bereich Praterstern/Lasallestraße, für den Gasgeruch im U-Bahn-Bereich verantwortlich war. Dieses Gemisch soll sich mittels natürlicher Luftströmungen im Tunnelsystem wie auch in den Stationsbereichen ausgebreitet haben.

Seit Betriebsbeginn verkehren die Wiener U-Bahn-Linien wieder zu den normalen Zeiten. (Schluss) hch/bs

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