Situation des Jüdischen Museums rasch klären

LR Bischof: Neutrale Position festigen

Bregenz (VLK) - Irritiert über die jüngsten Meldungen zu
den Grabschändungen auf dem jüdischen Friedhof in Hohenems
zeigte sich Landesrat Hans-Peter Bischof. Hier handelte es
sich um einen unverständlichen Vandalenakt, der besonders im
Licht der klar gegen den Antisemitismus gerichteten
Diskussion im Vorarlberger Landtag äusserst bedauerlich ist.
Ein Rückschluss auf die Konfliktstellung betreffend die
Leitung des Jüdischen Museums ist aber nicht möglich.
Trotzdem könnte es als Signal einer ideologischen Verhärtung
in Hohenems interpretiert werden. Deshalb sind sowohl die
Stadt Hohenems als auch der Vorstand des Vereines gefordert, umgehend eine tragfähige Lösung für die Zukunft des Jüdischen Museums zu bewerkstelligen. ****

Landesrat Bischof erwartet, dass der Personalkonflikt mit Direktor Thomas Krapf von der Stadt umgehend gelöst wird und
zwar in Form einer Lösung, die das Jüdische Museum nicht
belastet. Damit könnte die unterbrochene äusserst positive Entwicklung dieses Hauses wieder in Gang gebracht werden. In
diese Entwicklung ist das Land sehr gerne bereit sich
einzubringen und bei der Gestaltung auch aktiv Aufgaben zu übernehmen, so wie dies durch die Bestellung einer
Arbeitsgruppe zur Analyse der geeigneten Organisationsform
schon geschehen ist.

Ziel aller Bestrebungen müsse es sein, im Jüdischen Museum Hohenems jene ideologisch neutrale Position zu festigen, wie
dies schon bei der Gründung und in den bisherigen Folgejahren
der Fall war. Mit der Aussicht auf eine pragmatische Lösung
der Organisationsstruktur müsste es auch möglich sein, so
Bischof, die Weichen in eine gedeihliche Zukunft für diese
wichtige und bedeutende kulturelle Einrichtung richtig zu
stellen und dieses Vorhaben auch rasch umzusetzen.
(hh/gw,nvl)

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