Pistotnig für vermehrte Nutzung des Biomassepotentials

Energie aus dem Wald

Wien 2001-06-12 (fpd) - Anläßlich der Woche des Waldes 2001, die den Wald als Energielieferant in den Mittelpunkt stellt und unter dem Motto: "Wood Power - Energie wächst im Wald" steht, sprach sich der freiheitliche Forstwirtschaftssprecher Jakob Pistotnig für eine vermehrte Nutzung des Biomassepotentials aus. ****

"Ohne Wald geht uns buchstäblich die Luft aus", so Pistotnig und wies auf den sogenannten Treibhauseffekt und den erwarteten weltweiten Temperaturanstieg von bis zu sechs Grad bis zum Ende des Jahrhunderts hin. Trotz aller Alarmzeichen steige der Schadstoffausstoß ungebrochen. "Durch Photosynthese ist der Wald in der Lage, mit Hilfe von Blattgrün und Licht aus dem CO² der Luft Sauerstoff zu produzieren. Das dabei verbrauchte Kohlendioxid speichert der Baum als Kohlenstoff im Holz. Schon in einem Kubikmeter Holz finden sich 250 Kilogramm Kohlenstoff, wofür der Wald der Luft 912 Kilogramm CO² entzieht, erläuterte Pistotnig.

"In Österreich stehen 900 Millionen Kubikmeter Holz. Jährlich kommen 27,3 Millionen Kubikmeter dazu, nur 19,5 Millionen Kubikmeter werden genutzt. Bei der Verbrennung verhält sich das Holz CO² neutral, das heißt, daß nur jene Menge des Treibhausgases CO² frei wird, die der Baum der Atmosphäre beim wachsen entzogen hat - ganz im Gegensatz zu fossilen Brennstoffen wie Erdöl, Erdgas oder Kohle", erklärte Pistotnig.

"Durch die Verbesserung der Technik des Holzheizens in den letzten Jahren ist von Stückholzfeuerungen über den Kachelofen bis hin zu Pellets- und automatischen Hackgutheizungen oder Fernwärmesystemen auf Biomasse alles möglich. Wenn das anfallende Holz auch in Zukunft in erster Linie der heimischen Wirtschaft zur Verfügung gestellt wird, so könnte trotzdem, auch bei voller Ausnutzung des jährlichen Zuwachses, der derzeitige Holzenergieeinsatz verdoppelt werden. Bei einem jährlichen Waldflächenzuwachs von rund 7000 Hektar, das sind beinahe 14.000 Fußballfelder, stellt das kein Problem dar", so Pistotnig.

"In Österreich hat die nachhaltige Waldnutzung eine lange Tradition. Als selbstregengierender Rohstofflieferant ist der Wald Grundlage eines bedeutenden Wirtschaftszweiges bei dem auch die Wertschöpfung im Land bleibt. Holz ist und bleibt ein nachhaltiger Werkstoff und ein Energieträger, schloß Pistotnig. (Schluß)

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