Prets fordert harmonisiertes Strafmaß für Kinderpornographie und sexuelle Ausbeutung von Kindern

Von Pornoringen beschlagnahmte Gelder sollen in Prävention investiert werden

Wien (SK) "Der Vorschlag der EU-Kommission zur Bekämpfung der sexuellen Ausbeutung von Kindern und der Kinderpornographie wurde heute im Europäischen Parlament abgestimmt. Es geht darum, dass in allen EU-Ländern ein harmonisiertes und abschreckendes Strafmaß in diesem Bereich zur Anwendung kommt", erklärte die Verfasserin der Stellungnahme des Frauenausschusses des Europäischen Parlaments und SPÖ-Abgeordnete Christa Prets Dienstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ nach der Abstimmung, die mit 446 Pro-Stimmen gegen 16 Contra-Stimmen ausging. "Für mich ist unter anderem wichtig, dass von Pornoringen beschlagnahmte Gelder in die Prävention und den Opferschutz investiert werden", stellte Prets klar. ****

Bei entsprechenden Gerichtsverfahren müsse es "im Sinne der Opfer den Kindern erspart werden, vor dem Gericht auftreten zu müssen", so Prets. Zeugenaussagen sollten - wie in Österreich - in allen EU-Staaten per Videoaufzeichnung möglich sein.

Als "absurd" bezeichnete Prets die Formulierung der Kommission, bei "besonderer Rücksichtslosigkeit" ein höheres Strafmaß zu ermöglichen. "Wenn es um Kinderpornographie geht, ist alles besonders rücksichtslos. Die Höchststrafe muss daher in jedem Fall verhängt werden können."

Strafverschärfend soll die sexuelle Ausbeutung von Kindern bis 16 Jahren sein - und nicht wie der Vorschlag der Kommission vorsehe -bis zum Alter von zehn Jahren, betonte Prets. "Besonders wichtig ist mir auch die psychologische Betreuung von Opfern und deren Familien."

Um die "sexuelle Ausbeutung von Kindern künftig besser verhindern zu können", erachte sie es als "unbedingt notwendig, dass Euro- und Interpol intensiver zusammenzuarbeiten", schloss Prets. (Schluss) ns/mp

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