Faymann: Wien wendet künftig 1 Mrd. jährlich für Wohnbeihilfe auf

Allgemeine Wohnbeihilfe kann an 73 Stellen eingereicht werden

Wien (OTS) "Wohnen wurde in Wien in den letzten Jahren deutlich leistbarer. Der erste wesentliche Schritt war eine massive Angebotsverbesserung durch die Errichtung von fast 80.000 Neubauwohnungen in den letzten 10 Jahren. Durch die für eine Großstadt hervorragende Angebotssituation am Wiener Wohnungsmarkt konnten die Preise sowohl im geförderten, aber auch im privaten Mietbereich nachweislich gesenkt werden. Derzeit reicht die jährliche Förderung von etwa 5.000 Neubauwohnungen aus, um diese für Wohnungssuchende positive Situation am Wohnungsmarkt zu erhalten. Mit dem Inkrafttreten der Allgemeinen Wohnbeihilfe am 1. Juni werden die Wohnkosten für rund 33.000 Familien in Privathäusern durch die Unterstützung der Stadt deutlich gesenkt. Mit diesem Datum ist die Allgemeine Wohnbeihilfe in Kraft getreten". Diese positive Bilanz zog am Dienstag Wohnbaustadtrat Werner Faymann in der Pressekonferenz des Bürgermeisters.****

Bereits in der ersten Woche haben einige hundert Familien um die Allgemeine Wohnbeihilfe eingereicht. 126 Anträge wurden in den ersten Tagen bereits positiv erledigt. Um den Ansturm bewältigen zu können und für die Antragsteller den Weg zur Allgemeinen Wohnbeihilfe möglichst unbürokratisch zu gestalten, können an mehr als 70 Stellen Wiens Anträge gestellt und Informationsmaterialien behoben werden.

Bis zum 31. Mai 2001 konnten nur solche Haushalte Wohnbeihilfe erhalten, deren Wohnhaus mit öffentlichen Mitteln errichtet oder saniert worden ist. Seit 1. Juni kann die Stadt auch jene Mieter finanziell unterstützen, die in einem privaten Miethaus wohnen und etwa durch Arbeitslosigkeit oder andere Probleme in finanzielle Nöte geraten. Die Allgemeine Wohnbeihilfe ermöglicht es auch diesen Menschen, in ihrer Wohnung bleiben zu können. Der Anspruch ist unabhängig von der Staatsbürgerschaft. Voraussetzung ist lediglich ein mindestens fünfjähriger legaler Aufenthalt in Österreich. Das betrifft sowohl Inländer als auch ausländische Staatsbürger mit mindestens fünfjährigem legalen Aufenthalt in Österreich.

Die Berechnung der jeweiligen Allgemeinen Wohnbeihilfe ist auf den jeweiligen Antragsteller maßgeschneidert und daher kompliziert. Sie ist abhängig von der Familiengröße, vom Familieneinkommen und von der Wohnungsgröße. Mit diesen Kriterien wird der zumutbare Wohnungsaufwand berechnet. Aus der Differenz zwischen diesem zumutbarem Wohnungsaufwand mit dem tatsächlichen Wohnungsaufwand ergibt sich die Höhe der jeweiligen Wohnbeihilfe:

o Beispiel 1)

Eine dreiköpfige Familie bezahlt für ihre 63,6 m² große private Mietwohnung der Kategorie A mit befristetem Mietverhältnis 6.000 Schilling monatlich an Miete (zuzüglich Betriebskosten). Das Familieneinkommen beträgt 13.170 Schilling, die Allgemeine Wohnbeihilfe liegt in diesem Fall bei 1.618 Schilling im Monat.

o Beispiel 2)

Eine Alleinerzieherin mit einem Kind in einer 44 m² großen privaten Mietwohnung bezahlt monatlich 3.736,26 Schilling an Miete für ihre Kategorie C-Wohnung (zuzüglich Betriebskosten). Bei einem monatlichen Einkommen von 16.930 Schilling ergibt das eine Allgemeine Wohnbeihilfe von 774 Schilling im Monat.

o Beispiel 3)

Eine Jungfamilie mit einem schulpflichtigem Kind bezahlt monatlich 5.344,87 Schilling Mietzins für eine 82,69 m² große Wohnung der Kategorie B (zuzüglich Betriebskosten) . Das tatsächliche monatliche Familieneinkommen liegt bei 18.559 Schilling. Die Allgemeine Wohnbeihilfe beträgt in diesem Fall 1.230 Schilling.

Im Vorjahr bezogen rund 22.000 Haushalte Wohnbeihilfe. Die Stadt Wien hat dafür 459 Millionen Schilling aufgewendet. Die Einführung der Allgemeinen Wohnbeihilfe wird einen zusätzlichen Aufwand von 500 bis 600 Millionen Schilling jährlich verursachen. Die Höchsteinkommensgrenzen zur Gewährung von Wohnbeihilfe sind gleich geblieben.

Die tatsächlichen Mietzahlungen von Anspruchsberechtigten können durch die neue Beihilfe auf maximal 18,10 Schilling pro Quadratmeter (Kategorie C-Mietzins) reduziert werden, bis zu einer Höchstgrenze des in Wien derzeit gültigen Richtwertes von 57,20 Schilling pro Quadratmeter kann Wohnbeihilfe bezogen werden. Berücksichtigt wird dabei auch eine angemessene Wohnungsgröße.

An 73 Stellen in ganz Wien kann eingereicht werden

Wichtig für potentielle Beihilfen-Bezieher ist: Je früher man um Wohnbeihilfe einreicht, desto schneller kann man mit dieser Unterstützung rechnen. Weil mit großen Andrang zu rechnen ist, hat die Stadt dafür Vorsorge getroffen, dass die MieterInnen an vielen unterschiedlichen Stellen Antragsformulare und Informationsbroschüren erhalten können. Und zwar

o bei der zuständigen MA 50 (Wohnbauförderung)
o bei allen 23 Magistratischen Bezirksämtern
o bei allen Bezirks-Bürgerdienststellen
o bei allen Schlichtungsstellen der Stadt Wien.

Dort wird der ausgefüllte Antrag auch entgegengenommen und an die MA 50 weitergeleitet. Die Abgabe des Antrags bei einer dieser 73 Stellen gilt bereits als Einreichdatum.

Natürlich kann man auch direkt in der Zentrale der MA 50 (Wohnbauförderungsstelle) oder in deren Außenstellen einreichen. Und zwar unabhängig von der Wohnadresse entweder direkt, per Post oder per Fax.

o Zentrale: Muthgasse 62; 1194 Wien;

Tel.: 4000/74803 bis 74808, 74882 bis 74890 Durchwahl;
Fax: 4000/99 74896
o Am Schöpfwerk 31; 1120 Wien (Wohnhochhaus - Lokal 1)

Tel.: 667 99 21, 667 99 22; Fax: 667 99 21
o Am Spitz 1, 3. Stock, Zi. 305; 1210 Wien (Bezirksamt)

Tel.: 277 34/21655 bis 21657 Durchwahl; Fax: 277 34 99 21655
o Donaustadtstraße 1, 6. Stock, Zi. 619; 1220 Wien

(Bürohaus Donauzentrum)
Tel.: 211 23/ 22655 und 22656 Durchwahl; Fax: 211 23 99 22655

Die Wohnbeihilfestellen sind von Montag bis Freitag von 8 bis 13 Uhr und am Donnerstag außerdem von 15.30 bis 17.30 Uhr geöffnet. Nähere Informationen gibt es im Internet unter www.wien.gv.at/ma50st/wohnbei.htm sowie beim Werner Faymann Mieterhilfetelefon 4000/8000. Die Adressen, Telefon- und Faxnummern sowie Öffnungszeiten der Schlichtungsstellen sind unter www.wien.gv.at/ma16/schlicht.htm angeführt, die Magistratischen Bezirksämter unter www.wien.gv.at/mba/mba.htm , die Bezirksbürgerdienststellen unter www.wien.gv.at/ma55/bue_aufg.htm. (Schluss) gmp

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