Schwere Übergriffe gegen Greenpeace-Aktivisten durch Akakiko- Belegschaft

Heftige Greenpeace-Kritik an Untätigkeit der Polizei

Wien (OTS) - Im Zuge des heute Vormittag von Greenpeace-
Aktivisten durchgeführten "Eat In" in einem Lokal der japanischen Sushi-Kette "Akakaiko" kam es zu schweren Übergriffen von Akakiko-Bediensteten gegen friedliche Tischgäste - ohne dass die anwesenden Polizeikräfte eingeschritten wären. Greenpeace-Sympathisanten hatten sich gegen 11 Uhr in einem Akakiko-Lokal in der Wiener Innenstadt eingefunden - um ein Menu ohne tropische Zuchtshrimps einzunehmen. Das brachte die Geschäftsführung samt Belegschaft offenbar dermaßen auf, dass sie begannen, das Lokal abzuriegeln und die Tischgäste mit Brachialgewalt aus dem Lokal zu stoßen, ja sogar zu prügeln. Die Greenpeace-Sympathisanten leisteten keinen Widerstand. Greenpeace protestiert auf das Schärfste gegen diesen Akt der Selbstjustiz durch die Akakiko-Belegschaft und wird rechtliche Schritte gegen die Verantwortlichen prüfen.

Außerdem äußerte Greenpeace heftige Kritik am Stillhalten der Polizei: "Da stand gut ein Dutzend Beamte in und vor dem Lokal herum und sah zu, wie Restaurant-Angestellte unter Einsatz von Körpergewalt auf friedliche Umweltschützer losging", erklärte Nina Thüllen von Greenpeace Österreich. "Damit verstößt die Polizei unserer Ansicht nach grob gegen ihre Dienstpflichten. Wir werden an die zuständigen Stellen eine Sachverhaltsdarstellung übermitteln."

Greenpeace hatte vor dem Lokal über die mit Zuchtshrimps verbundene Zerstörung tropischer Mangroven-wälder informiert: Durch Garnelen- Kulturen werden die Reste dieser ökologisch besonders wertvollen Wälder an den tropischen Küsten vernichtet - oft ohne behördliche Genehmigung und verbunden mit massiver Repression der lokalen Bevölkerung. Mehr als 50 % der Mangroven-wälder dieser Erde sind nach Angaben der FAO bereits verloren.

Von tropische Zucht-Shrimps können auch Gesundheitsgefahren ausgehen: Greenpeace hatte im März Rückstände des in der EU verbotenen Antibiotikums Chloramphenicol in Shrimp-Produkten gefunden und sofort die Behörden informiert. In diesem Zusammenhang kritisierte Greenpeace heute auch Minister Haupt, der trotz eigener, alarmierender Analyse-Ergebnisse bislang untätig geblieben ist. Nina Thüllen: "Wir fordern von Minister Haupt eine breite Unter-suchung aller in Österreich erhältlichen tropischen Zuchtshrimps auf sämtliche potentiell vorhandenen Antibiotika und ein Importverbot aller bedenklichen tropischen Garnelen-Produkte."

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