BAUMGARTNER-GABITZER: "WERBEKUCHEN" WIRD DURCH NEUES ORF-GESETZ GRÖSSER

ÖVP-Politikerin zieht positive Bilanz über ÖVP-ORF-Enquete

Wien, 11. Juni 2001 (ÖVP-PK) Positive Bilanz zog ÖVP-Verfassungssprecherin Abg. Dr. Ulrike Baumgartner-Gabitzer heute, Montag, über die Medienenquete des ÖVP-Parlamentsklubs zum Thema "Werbung im öffentlich-rechtlichen Rundfunk mit internationalem bench-marking." "Damit hatten wir heute einen der wohl umstrittensten Teile des geplanten neuen ORF-Gesetzes zum Inhalt, nämlich die Frage, wie der Werbemarkt künftig aussehen und welche Rolle der ORF dabei spielen wird." ****

Die lebhafte Diskussion habe heute einmal mehr gezeigt, dass es selbst unter den Experten umstritten ist, wie sich der Werbemarkt in Zukunft aufteilen wird. Da es sich dabei um Prognosen für die Zukunft handelt, waren für Baumgartner-Gabitzer die Ausführungen des deutschen Medienexperten Reiner zur Jacobsmühlen von besonderem Interesse. "Seinem Referat war ausdrücklich zu entnehmen, dass das Werbevolumen durch die Einrichtung des dualen Rundfunkmarktes in Deutschland insgesamt gestiegen ist. Diese neue Freiheit führt zu steigendem Werbevolumen. Das bedeutet, dass auch in Österreich durch die Ermöglichung von Privatfernsehen der ‚Werbekuchen‘ größer wird. Die Sorgen der Werbewirtschaft haben sich in Deutschland jedenfalls nicht bestätigt."

Für die ÖVP ist jedenfalls klar, dass der ORF als starkes österreichisches identitätsstiftendes Unternehmen erhalten bleiben muss, allerdings unter Rahmenbedingungen, die auch den Privaten ermöglichen, in den Fernsehmarkt einzusteigen, betonte Baumgartner-Gabitzer. Ausdrücklich wies die ÖVP-Verfassungssprecherin in diesem Zusammenhang darauf hin, dass lediglich Beschränkungen beim Product placement und Sponsoring, nicht aber bei der normalen Fernsehwerbung vorgesehen sind. Der ORF habe sogar mit Beginn dieses Jahres zwei mal sieben Minuten mehr Werbezeit im Fernsehen erhalten.

Eindeutig gezeigt habe sich, dass der Versuch, mit dem geplanten ORF-Gesetz einen "Mittelweg" für den ORF zu finden, - nämlich den öffentlich-rechtlichen Sender zu erhalten und auf der anderen Seite Marktchancen für private Fernsehanbieter in Österreich zu eröffnen -beiden Ansprüchen gerecht werden kann, schloss die ÖVP-Politikerin.

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