Schenner: Qualitätstourismus braucht ausreichend Mitarbeiter

Touristischer Arbeitsmarkt wächst weiter deutlich

Wien (PWK425) Der Tourismus verzeichnete im Jahr 2000 zum Saisonhöhepunkt mit mehr als 168.800 Beschäftigten den höchsten Mitarbeiterstand seit Jahrzehnten. Die guten Aussichten für den Sommertourismus lassen für das laufende Jahr eine weitere Steigerung erwarten.

"Der hohe Beschäftigungsstand zeigt, dass der Tourismus, entgegen mancher Kritik, ein attraktiver Arbeitgeber ist. Die Tourismusbetriebe sind seit Jahren bemüht, die Arbeitsbedingungen für ihre Mitarbeiter zu verbessern, was offenbar Früchte trägt", erklärt der Obmann der Bundessektion Tourismus und Freizeitwirtschaft, Komm.Rat Johann Schenner, zur laufenden Diskussion über den Arbeitskräftebedarf der heimischen Fremdenverkehrswirtschaft.

Durch die anhaltende Konjunktur, auch in anderen Branchen, sowie wegen der geburtenschwachen Jahrgänge sinke das Arbeitskräfteangebot aber derart dramatisch, dass viele Betriebe bald nicht mehr genügend Mitarbeiter haben, um ihre Dienstleistungen - Grundlage des für den österreichischen Tourismus charakteristischen Qualitätsangebots -aufrecht zu erhalten. "Wenn Österreich weiterhin auf Qualitätstourismus setzen will, so benötigen wir dringend zusätzliche Facharbeitskräfte", unterstreicht Schenner, der in diesem Zusammenhang an die kürzlich veröffentlichte WIFO-Studie erinnert, wonach dieser Wirtschaftszweig in den nächsten fünf Jahren mehr als 10.000 Facharbeitskräfte zusätzlich benötigt.

Die aktuelle Diskussion über den Bedarf an ausländischen Arbeitskräften in Österreich sowie die Erhöhung der Saisonierkontingente ist deshalb unverständlich, meint Schenner, zumal der Tourismus immer bemüht war, einheimischen Arbeitskräften bei der Beschäftigung den Vorzug zu geben. So ist, wie Schenner hervorhebt, die Arbeitslosigkeit im Gastgewerbe im vergangenen Jahr im Schnitt um mehr als zehn Prozent zurückgegangen. Ein Trend, der sich erfreulicherweise auch im laufenden Jahr fortsetzt. Die Zahlen für Mai 2001 zeigen für ganz Österreich einen Rückgang um 2,8 und für das Tourismus-Schwerpunktland Tirol sogar um 5,2 Prozent. Das zeigt auch, dass das kollektivvertraglich vereinbarte Saisonverlängerungsmodell zu greifen beginnt, unterstreicht Schenner. (hp)

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