• 08.06.2001, 09:29:53
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Neuer Stadtrat schmückt sich mit "alten Hüten"

Schicker entpuppt sich als würdiger Nachfolger von Svihalek

Wien, 08-06-01/Fachliste-RFW-Wien (OTS) - "Die täglichen Staus auf
der Tangente gibt es ja nicht erst seit gestern. Ganz im Gegenteil,
schon seit Jahren wird die Süd-Umfahrung und die Schließung des
Autobahnringes um Wien gefordert. Die bisherigen - sozialistisch
dominierten - Stadtregierung haben es aber immer verstanden, dieses
Problem zu ignorieren", erklärte Karl Ramharter, der SO-Stv. der
Sektion Verkehr in der Wiener Wirtschaftskammer. Und weiter, "Die
Situation der morgendlichen Staus bringt für die Wirtschaft täglich
neuen Schaden und ist eigentlich eine Verschleuderung von
Volksvermögen."****

Die Überlegung des Stadtrat Schicker, den LKW Verkehr zu den
Verkehrspitzen von den Stadtautobahnen zu verbannen ist ebenso
unsinnig, wie die Forderung, eine Informationsoffensive Verkehr in
Wien zu starten. Wer muß denn noch über die Staus auf der Tangente
informiert werden? Oder sollte diese Information die Fahrzeuglenker
dazu motivieren, sich mit den "verbannten" LKWs die dann sicher
ebenfalls verstopften Nebenstraßen zu teilen? Die Idee wird um so
unverständlicher, wenn man bedenkt, daß der Anteil der LKWs nur etwa
7% - 10% des Gesamtverkehrsaufkommens beträgt. Es wurde in der
Vergangenheit unzählige Male auf die Problematik und die sich
abzeichnende Entwicklung auf der Tangente hingewiesen, die
bisherigen - leider ausschließlich "roten" - Verkehrsstadträte haben
es aber stets verstanden, diese Warnungen zu ignorieren und die
Schuld auf andere abzuwälzen.

"Auch diesmal sieht es so aus, als wollte Schicker der nunmehrigen
Bundesregierung die Schuld für die Versäumnisse sozialistischen
Stadtregierungen der letzten Jahrzehnte in die Schuhe schieben",
führt Ramharter weiter aus. "Dabei wurde seitens der Experten schon
zu Beginn der Osterweiterung auf die Notwendigkeit des Ausbaues der
Straßen hingewiesen. Leider gab und gibt es in Wien keine Aktion
hinsichtlich Planung und Ausbau sondern nur Panik, wenn sich die
Prognosen bewahrheiten."

"Dabei gibt es genügend sinnvolle Vorschläge, die sofort umsetzbar
wären und daher gleich wirksam werden könnten. Leider stammen diese
durchaus brauchbaren Ideen nicht von der Stadtregierung, sondern
kommen von der Opposition. Während Svihalek als der
Ohrwaschel-Erfinder und Meister des Straßenumbaues und
Straßenrückbaues in die Geschichte Wiens eingehen wird, kann man nur
hoffen, daß es Stadtrat Schicker bei seinen Ideen bewenden läßt.
Jede Umsetzung müßte man sonst als Drohung und Anschlag auf die
Wiener Wirtschaft werten", schloß Ramharter.
(Schluß)

Rückfragehinweis: Fachliste der gewerblichen Wirtschaft - RFW Wien

Tel: 01 - 715 49 80-0*

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