Bösch tritt für Senkung der Gesamtzuwanderungsquote ein

"Integration vor Neuzuwanderung!"

Wien, 2001-06-06 (fpd) - Der stellvertretende freiheitliche Landesparteiobmann von Vorarlberg NR Dr. Reinhard E. Bösch tritt für eine Senkung der Gesamtzuwanderungsquote ein. Die diesbezügliche Bekräftigung durch die Klubchefs der blau-schwarzen Koalitionsregierung sei sehr zu begrüßen, insbesondere als dadurch die Begehrlichkeiten des ÖVP-Wirtschaftsflügels nach mehr Zuwanderung in die Schranken gewiesen worden seien. ****

Es müsse außer Frage stehen, daß man gemäß dem freiheitlichen Motto "Integration vor Neuzuwanderung", das auch im Regierungsprogramm festgelegt sei, zuerst die schwierige Aufgabe der Einbeziehung ausländischer Mitbürger in das gesellschaftliche und soziale Leben bewerkstelligen müsse, bevor über einen weiteren Zustrom von Migranten nach Österreich nachgedacht werden könne.

Das Problem, daß in Österreich in bestimmten Bereichen Fachkräfte fehlten und in einigen Jahrzehnten überhaupt ein Mangel an Arbeitskräften zu befürchten sei, ließe sich auf keinen Fall nachhaltig durch Neuzuwanderung bekämpfen. Eine bevorzugende Berücksichtigung von Schlüsselarbeitskräften vorwiegend als Saisonniers im Rahmen der vereinbarten Quoten sei wünschenswert. Dabei könne eine Ausweitung der Saisonnierregelung auf zusätzliche Branchen überlegt werden. Bösch verwies aber auch darauf, daß diese Arbeitskräfte in ihrer Heimatländern dringend benötigt würden. Ein kontinuierliches Abziehen dieser Kräfte widerspräche somit klar dem europäischen Ziel des wirtschaftlichen Aufbaus der Staaten in Mittel-und Osteuropa und vor allem in der Dritten Welt.

Um dem Problem fehlender Schlüsselarbeitskräfte in Österreich Herr zu werden, müsse man es sich zum Ziel setzen, durch geeignete Änderungen im Bildungssektor die benötigten Fachkräfte in Österreich auszubilden. Zudem sei der zunehmenden Verschiebung der Bevölkerungspyramide durch energische Reformen in der Familienpolitik Einhalt zu gebieten. Die Einführung des Kindergeldes mit Beginn des nächsten Jahres sei ein maßgeblicher Schritt in diese Richtung, betonte Bösch abschließend. (Schluß)

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