Prammer: Generelle Lösungen für Nachtarbeitsproblematik gefordert

Wien (SK) "Reden sie nicht nur über die Familien, handeln sie auch danach", forderte SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende Barbara Prammer heute, Mittwoch, im Nationalrat. Anlass der Debatte war die Aufhebung des Frauennachtarbeitsverbotes durch die EU. Früher sei viel darüber diskutiert worden, ob die Frauennachtarbeit diskriminierend sei oder nicht. Die EU hätte die Bestimmung als diskriminierend empfunden, dies hätten die Österreicher nun zur Kenntnis zu nehmen. "Allerdings kann man das jetzt zum Anlass nehmen, neu und generell über die Nachtarbeit zu diskutieren. Für Frauen wie für Männer." Die Abgeordnete brachte deshalb einen Entschließungsantrag betreffend der Abmilderung der schädlichen Folgen der Nachtarbeit ein. ****

Es sei bekannt, dass die Nachtarbeit die Gesundheit beeinträchtigt und gefährdet und somit hohe Kosten für das Gesundheitssystem verursacht. Des weiteren würde die Nachtarbeit das soziale Leben der Betroffenen beeinträchtigen. Bereits im Dezember 1997 hätte die SPÖ einen Gesetzesantrag in den Sozialausschuss eingebracht, der Regelungen zur Nachtarbeit vorgesehen hätte. Auf Betreiben der ÖVP wäre dieser vertagt worden und nie mehr behandelt worden. Laut Prammer hätte dieser Antrag die Arbeitnehmer- und Arbeitgeberinteressen berücksichtigt. "Damals hat die ÖVP wieder bewiesen, dass sie das Herz am rechten Fleck hat. Nämlich am Fleck der Wirtschaft und nicht an dem der Familien", kritisierte Prammer. Statt dessen wäre nur eine Übergangslösung zu Stande gekommen, die nun ausläuft. Es sei zu befürchten, dass von Seiten der Regierung in diesem Bereich nichts mehr passieren würde. Dies zeige, dass die Koalition kein Interesse am Arbeitnehmerschutz habe und keine Rücksicht auf die Gesundheit der Betroffenen nehme. "Sie könnten meine Ausführungen lügen strafen, indem sie unserem Antrag zustimmen", so Prammer abschließend in Richtung Regierungsbank. (Schluss) sw

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