Erziehungsmittel: SchülerInnen sind keine Versuchskaninchen für Regierungsexperimente

AKS Wien kritisiert einseitige Orientierung von geplanten Strafenkatalogen

Wien (OTS) - Willkür gegen SchülerInnen befürchtet die AKS Wien angesichts der laufenden Erziehungsmittelpläne Bildungsministerin Gehrers. "Bei den laufenden Verhandlungen zwischen den Parlamentsparteien muß die Betroffenheit der SchülerInnen im Vordergrund stehen. Das einseitige Hinhacken auf SchülerInnen als "Vereinbarung" zu verkaufen ist ein billiges Täuschungsmanöver der Ministerin", übte AKS Wien Vorsitzende Lea Rennert Kritik. "Bis jetzt ist die Ministerin Beispiele für Sanktionen, die Eltern oder LehrerInnen betreffen sollen, schuldig geblieben. Wir SchülerInnen sind nicht Versuchskaninchen für autoritäre Erziehungsexperimente", forderte die als stv. Landesschulsprecherin Wiens aktive Schülervertreterin ein.

"Bereits jetzt kommt es immer wieder zu Problemen mit einem "Wildwuchs" an Hausordnungen, deren Prüfung auf pädagogische Mindeststandards durch die Schulbehörden nicht bewältigt werden kann", verweist Rennert auf die bestehende Mißstände. Sonst wären laut der AKS Wien Vorsitzenden "Skandalhausordnungen" in denen SchülerInnen "zum Kloputzen, Stiegen-auf- und-ab-Laufen und zu Trägerdiensten für LehrerInnen verdonnert werden" nicht an Österreichs Schulen Realität.

"Bildungsministerin Gehrer muß endlich ein Bekenntnis dazu abgegeben, daß Konfliktmanagmentschulungen öffentlich finanziert werden. Die private Belastung für SchulpartnerInnen, die sich bis dato eine Ausbildung zB als KonfliktschlicherInnen selbst zahlen haben müssen, ist ein einschneidendes Problem vor Ort an den Schulen. Erfolgreich praktizierte Konfliktschlichtungsmodelle an Wiens Schulen müssen Vorbild für die Bildungspolitik in Österreich sein", schloß die Vorsitzende.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Lea Rennert
Tel.: 0699-11323008

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEB/OTS