Ferrero-Waldner plädiert für "Regionale Partnerschaft"

Kooperation soll tragfähiger Baustein einer gemeinsamen europäischen Zukunft sein

Wien (OTS) - "Die ,Regionale Partnerschaft' mit den benachbarten EU-Beitrittskandidaten und Polen soll eine gangbare, tragfähige Brücke von der Gegenwart in die gemeinsame europäische Zukunft schlagen - sie ist, so meine ich, die logische Konsequenz und natürliche Fortsetzung unserer bereits jetzt auf vielen Ebenen so engen Kooperation!". Mit diesen Worten äußerte sich Außenministerin Benita Ferrero-Waldner heute anlässlich der ersten ,Regionalkonferenz' im Rahmen einer Diskussion mit ihren Amtskollegen aus den fünf EU-Beitrittskandidatenländern Ungarn, Tschechien, Slowakei, Slowenien und Polen in der Wiener Hofburg zu ihrer Initiative der ,Regionalen Partnerschaft'.

Bereits jetzt sei die zentraleuropäische Region eng verflochten und habe sowohl ihren Willen als auch ihre Fähigkeit zu erfolgreicher Zusammenarbeit bewiesen, so die Außenministerin. Nun sei der Zeitpunkt gekommen, dieser Kooperation eine neue Dimension zu verleihen und sie derart zum Herzstück Europas zu gestalten. Zwei Phasen sollen die Partnerschaft kennzeichnen: Die Vorbeitrittsphase, in der die regionale Zusammenarbeit unter Berücksichtigung des EU-Beitrittsprozesses weiter ausgebaut und intensiviert werden soll und Phase zwei, die Zeit nach der erfolgten EU-Erweiterung, in der gemeinsame Interessen identifiziert und auf europäischer Ebene vertreten werden sollen.

"Unsere Nachbarschaft bedeutet, daß wir viele Gemeinsamkeiten, aber auch Reibeflächen haben. Es gilt, die Gemeinsamkeiten zu nutzen, und die Reibeflächen durch zeitgerechte Verhandlungen zu glätten!" so Ferrero-Waldner. Die Außenministerin betonte, daß die Partnerschaft zugleich von Stabilität und Flexibilität geprägt sein solle: "Wir wollen durch Bündelung unserer spezifischen Potentiale gemeinsame Vorteile erzielen - wir wollen aber niemanden ausgrenzen oder nachteilig behandeln!".

Als Leitprinzipien der Partnerschaft für die Zukunft nannte Ferrero-Waldner neben Stabilität und Flexibilität Werte wie Fairness, Glaubwürdigkeit, Verlässlichkeit und Zukunftsorientierung. Von gemeinsamem Interesse seien insbesondere die Kooperation im Bereich der Inneren Sicherheit, Gemischte Grenzkommissionen, Konsularkonsultationen, sowie die Zusammenarbeit auf den Gebieten Kultur, Hochtechnologie und Infrastruktur. Als richtungweisende Themen künftiger Regionalkonferenzen erwähnte die Außenministerin Beratungen im Hinblick auf die jeweiligen Europäischen Räte sowie Konsultationen über die weitere Zusammenarbeit und die künftige Entwicklung Europas.

"Unsere Partnerschaft soll der Baustein einer gemeinsamen erfolgreichen Zukunft innerhalb der Europäischen Union sein!", so Ferrero-Waldner abschließend.

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