GATTERER: ERSTMALS WIRD QUALITÄTSSICHERUNG IM PFLEGEBERICH BUNDESWEIT AUF SCHIENEN GESTELLT

Durch die Qualitätssicherung sollen vor allem Frauen ein besseres Netzwerk erhalten

Wien, 6. Juni 2001 (ÖVP-PK) Erstmals wird nun die Qualitätssicherung im Pflegebereich bundesweit auf gute Schienen gestellt. Das sagte heute, Mittwoch, ÖVP-Abg. Edeltraud Gatter anlässlich der Debatte über die Änderung des Bundespflegegeldgesetzes im Plenum des Nationalrats. "Es ist mir ein sozialpolitisches Anliegen, dass es in Zukunft für die Qualitätssicherung im Bereich der Pflegevorsorge wesentliche unterstützende Maßnahmen gibt. Wir brauchen eine Qualitätskontrolle, und hier sind wir auf die Mitarbeit der freien Wohlfahrtsträger angewiesen, die zur Ausbildung beitragen", so Gatterer. ****

"Gerade weil die Pflege größtenteils weiblich ist, möchte ich auch die Pflegenden - 80 Prozent sind Frauen - in den Mittelpunkt stellen. Durch die Qualitätssicherung sollen vor allem Frauen, die sich überfordert fühlen, ein besseres Netzwerk haben, wo sie Hilfe, Unterstützung und Information bekommen." Man dürfe in diesem Zusammenhang nicht außer acht lassen, dass die Pflege mehrheitlich in den Familien geleistet werde. "Ich glaube, hier ist auch die Partnerschaft der Männer etwas mehr gefordert." Von den 80 Prozent pflegenden Frauen seien ein Drittel noch im Erwerbsleben. Für diese bedeute die Pflegearbeit eine erhebliche Doppelbelastung.

Auch der auf der parlamentarischen Enquete über Sterbebegleitung angeschnittenen Diskussion über eine Pflegefreistellung dürften wir uns nicht verschließen. Zudem sei noch näher zu untersuchen, wie die sozialrechtliche Absicherung im Pflegebereich weiter verbessert werden könne.

Mit der Änderung des Pflegegesetzes konnte auch ein langjähriger Wunsch vieler Mütter erfüllt werden: der nach einem Rechtsanspruch auf das Pflegegeld ab der Geburt. "Damit wird die Position der Familien wesentlich gestärkt. Ein behindertes Kind zur Welt zu bringen bringt neben erschwerten Lebensbedingungen auch finanzielle Mehraufwendungen für die Familie mit sich. Um Ausgleich für finanzielle Mehrbelastungen zu schaffen, haben wir in Österreich verschiedene Unterstützungsmöglichkeiten vorgesehen und ein sehr gut ausgebautes System von sozialen Sicherungen und unterstützenden Einrichtungen geschaffen," verwies Gatterer unter anderem auf die erhöhte Familienbeihilfe und die Schulfahrtbeihilfe für Eltern behinderter Kinder.

Gatterer wies darauf hin, dass in kurzer Zeit schon viel für Behinderte positiv bewirkt werden konnte. 5.900 Frauen mit Behinderung seien in Beschäftigung. Sie sei zudem froh, dass nunmehr mit der an das Kinderbetreuungsgeld gebundenen Mutter-Kind-Pass-Untersuchung mehr Chancen bestehen, Krankheiten oder Behinderungen früher zu erkennen. "Wir können mit dieser Gesetzesvorlage einen nicht sehr großen, aber wichtigen Schritt setzen, diesen Eltern zu helfen", schloss die ÖVP-Abgeordnete.

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