Kreditwirtschaft für Euro-Bargeldeinführung gerüstet Uta.: Banken fordern Bargeldverteilung an Private schon vor dem 1.1.2002

Wien (PWK416) Die Kreditwirtschaft ist bestens gerüstet, um ihren Beitrag zu einer reibungslosen Bewältigung der Euro-Bargeldumstellung zu erbringen. Abgeschlossen ist die Bestellung der Euro-Vorverteilungsmengen, die vor Jahresende an die Banken und Unternehmen verteilt werden (rund 8 Milliarden Euro bzw. 110 Milliarden Schilling). Weiters wurden bereits 5,3 Millionen Start-Pakete für Private (á 200 Schilling) und 620.000 Start-Pakete für den Handel (á 2.000) Schilling) bei der österreichischen Nationalbank angefordert, zog der Obmann der Sektion Bank+Versicherung der WKÖ, Dr. Walter Rothensteiner, am Mittwoch vor der Presse eine erste Bilanz der Vorbereitungen der Kreditwirtschaft auf die Euroeinführung.

Ein Eckpfeiler für die Versorgung der Bevölkerung mit Banknoten sind die Ausgabe- und Foyerautomaten. Hinsichtlich dieser Geldausgabeautomaten wird eine akkordierte und flächendeckende Umstellung in Österreich geplant, betonte Syndikus Dr. Herbert Pichler. Für die Umstellung sollen die Automaten nur rund eine Stunde außer Betrieb sein. Ausgegeben werden 100-Euro- und 10-Euro-Scheine, wobei der erste Hunderter bei vollen Beträgen in Zehnerscheinen ausgegeben wird. Mit der, so Pichler, extrem kurzen Umstellungsdauer liegt Österreich im europäischen Spitzenfeld.

Die Kreditwirtschaft unterstützt alle Maßnahmen, die die Euroumstellung erleichtern. Dazu würde die Vorverteilung von Startpaketen an KMU bereits ab
September und an Private ab dem 15. Dezember 2001 gehören. "Entgegen den Beschlüssen der EZB halten wir es für sinnvoll, an Privatpersonen Euro-Banknoten bereits vor dem Stichtag 1.1.2002 zu verteilen, unterstrichen Rothensteiner und Pichler. Günstig wäre die Ausgabe kleinerer Banknoten an Privatpersonen zumindest ab Weihnachten, idealerweise aber schon vorher.

Die Gesamtkosten der Umstellung für die heimische Kreditwirtschaft beziffert Pichler mit rund 4 Milliarden Schilling. Darin inbegriffen sind der kostenlose Umtausch von Schilling auf Euro (in Haushaltsmengen) und die automatische Kontenumstellung zum 1.1.2002. "Wir sehen das als wichtige Serviceleistung der österreichischen Kreditwirtschaft für die Konsumenten".

Um das ganze Land optimal auf das historische Ereignis vorzubereiten, sind im zweiten Halbjahr allerdings noch intensive Anstrengungen notwendig, erklärte der Euro-Berichterstatter des Europäischen Parlaments, Mag. Othmar Karas, im Rahmen des Pressegesprächs. Ausschlaggebend für die reibungslose Umstellung sei "das Vertrauen der Bürger und eine gute Vorbereitung der heimischen Unternehmen, insbesondere der Klein- und Mittelbetriebe". Besonders hob Karas die große Bedeutung des Euro für die Europäische Integrationspolitik hervor. (hp)

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