Beirat WGKK/ Appell an Bundesregierung

Beirat der Wiener Gebietskrankenkasse tritt entschieden für die Beibehaltung der Pflichtversicherung und der Selbstverwaltung ein

Wien (OTS) - In ihrer Sitzung vom Mittwoch, dem 6. Mai 2001, hat
der Beirat der Wiener Gebietskrankenkasse unter der Vorsitzführung von Johann Mauritz und dessen Stellvertreter Willi-Klaus Benesch die folgende Resolution einstimmig beschlossen:

Der Beirat der WGKK tritt entschieden für die Beibehaltung der Pflichtversicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung ein. Nur durch die in Österreich bestehende Pflichtversicherung wird dem Solidaritätsgedanken Rechnung getragen und nur die Pflichtversicherung garantiert die Vermeidung einer Zwei-Klassen-Medizin. Die Entwicklung in Deutschland hat gezeigt, dass das Aufgeben des Prinzips der Pflichtversicherung zu schweren Benachteiligungen bei Leistungen für Schwerstkranke, Behinderte, Senioren und Verunfallte führt.

Mögliche Konsequenz der Aufgabe der Pflichtversicherung wäre die Verstaatlichung des Gesundheitswesens. Wohin dies führt zeigt das Beispiel Großbritannien, wo schon derzeit bestimmte Leistungen wie z.B. Hüftoperationen, Implantation von Herzschrittmachern, ab einem bestimmten Lebensalter nicht mehr durch das System finanziert werden.

Der Beirat bekennt sich in diesem Zusammenhang einhellig zur Selbstverwaltung in der gesetzlichen Krankenversicherung als Garant für das Weiterbestehen einer kostengünstigen Gesundheitsversorgung auf hohem Niveau für alle Versicherten.

Der Beirat appelliert daher an die Verantwortlichen in der Bundesregierung und in den gesetzgebenden Körperschaften mit allen Mitteln für die Beibehaltung der Pflichtversicherung und der Selbstverwaltung einzutreten.

Rückfragenhinweis: Wiener Gebietskrankenkasse
Josef Muhr
Tel: (01) 60122/DW 2109

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