Kollross: Regierung will den Zwangsentzug in der Gefängniszelle!

Wien (SK) Der Verbandsvorsitzende der Sozialistischen Jugend Österreich, Andreas Kollross, erklärte am Mittwoch zu den Hauptbestimmungen des neuen Suchtmittelgesetzes: "Das neue Suchtmittelgesetz ist ein Rückschritt. Es ist eine Illusion zu glauben, dass durch dieses Gesetz der Drogenhandel bzw. Drogenkonsum zurückgeht. Es ist eine Kampfansage gegen Süchtige, die man weg von der Straße haben möchte. Das Motto der Regierung lautet 'Zwangsentzug in der Gefängniszelle'! Dass das Prinzip 'Hilfe statt Strafe' nicht mehr gilt, zeigt vor allem die Grenzmengenabsenkung bei Heroin". ****

"Österreich koppelt sich bewusst von den liberalen Entwicklungen in Europa ab. Die Veränderungen beispielsweise in der Schweiz zeigen, dass der 'Krieg gegen Drogen' gescheitert ist. Daher fordert die Sozialistische Jugend nicht nur die Rücknahme der neuen Bestimmungen, sondern eine radikale Neuorientierung der österreichischen Drogenpolitik". Eine Politik der Normalisierung und Schadensminimierung sei angesagt. Ziel dieses Modells sei es, Risiken und Schäden, die durch den Drogenkonsum entstehen können, zu vermeiden bzw. möglichst gering zu halten. Eine der wichtigsten Maßnahmen muss die bestmögliche Begleitung der Drogenabhängigen während sämtlicher Stadien ihrer Abhängigkeit sein. Das Polizei- bzw. Justizsystem sollte dabei auf symbolische repressive Handlungen verzichten".

"Die drogenfreie Gesellschaft ist nicht verwirklichbar. Die Drogendiskussion muss daher versachlicht werden, damit die effiziente Bekämpfung realer Probleme und Gefahren, die der Konsum illegaler und legaler Drogen mit sich bringt, möglich wird", so Kollross abschließend. (Schluss) se/mm

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