Überschrift: SCHIG mbH macht erste Zwischenbilanz bei Interessentensuche für 12 Nebenbahnen

Österreichische Privatbahnen an einigen Nebenbahnen interessiert

Wien (OTS) - Am Mittwoch, 23. Mai 2001 um 12.00h ging die Einreichfrist zu den Interessentensuchen, die die Schieneninfrastrukturfinanzierungs-Gesellschaft m.b.H. (SCHIG mbH) im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) im März gestartet hatte, zu Ende. Für insgesamt 12 Nebenbahnstrecken, von denen sich die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) zurückziehen möchten, wurden in einer europaweiten Suche Unternehmen, Vereine aber auch Privatpersonen aufgefordert, ihr Interesse an der Übernahme einer bzw. mehrerer Nebenbahnstrecken bekanntzugeben. Am 15. März 2001 erfolgte die europaweite Veröffentlichung der ersten Interessentensuchen, bis 11. April konnten die umfangreichen Informationsunterlagen für folgende 12 Strecken angefordert werden:

Weitersfeld - Drosendorf (Niederösterreich)
Göpfritz - Raabs (Niederösterreich)
Siebenbrunn-Leopoldsdorf - Engelhartstetten (Niederösterreich) Ernstbrunn - Mistelbach (Niederösterreich)
Poysdorf - Dobermannsdorf (Niederösterreich)
Gmünd - Groß Gerungs (Niederösterreich)
Gmünd - Litschau (Niederösterreich)
Freiland - Türnitz (Niederösterreich)
Wietersdorf - Hüttenberg (Kärnten)
St. Paul - Lavamünd (Kärnten)
Mürzzuschlag - Neuberg Ort (Steiermark)
Rohr - Bad Hall (Oberösterreich)

17 Interessensbekundungen von 6 verschiedenen Interessenten erreichten die SCHIG mbH insgesamt, wovon sich 4 einen Weiterbetrieb der Strecke als sogenannte nicht-öffentliche Eisenbahn (z.B.: als Anschluß- oder Museumsbahn, etc.) vorstellen könnten. "Wir waren überrascht und erstaunt, welche kreative Bandbreite an Konzepten im Bereich der nicht-öffentlichen Eisenbahnen bei uns eingelangt ist." meint dazu DI Peter Klugar, Geschäftsführer der SCHIG mbH, "Die Palette reicht von der Idee einer Anschlußbahn über Museumsfahrten bis hin zur touristischen Nutzung mit Fahrraddraisinen." Voraussetzung für einen derartigen Betrieb ist die dauernde Einstellung der Strecke nach dem Eisenbahngesetz durch die Oberste Eisenbahnbehörde. Ist diese erfolgt, kann die Strecke auf Basis anderer rechtlicher Voraussetzungen (z.B.: Veranstaltungsgesetz) betrieben werden.

Für 11 Nebenbahnstrecken haben Privatbahnunternehmen ihr Interesse an einer Übernahme als öffentliche Eisenbahn, teils im Personen-teils im Güterverkehr angemeldet.

Das Endergebnis der Interessentensuche steht allerdings erst dann fest, wenn jene Interessenten auf ihre Eignung zur Übernahme einer Strecke geprüft wurden, die diese als öffentliche Eisenbahn weiterführen möchten.

Dieses Ergebnis wird über das weitere Schicksal der Nebenbahnen mitentscheiden: Gibt es für eine Strecke keine geeigneten Interessenten an einem Weiterbetrieb als öffentliche Eisenbahn, wird das komplizierte Einstellungsverfahren raschestmöglich durchgeführt, womit die weitere Nutzung als nicht-öffentliche Eisenbahn ermöglicht wird. Für diejenigen Nebenbahnen, für die sich geeignete Interessenten zur Übernahme als öffentliche Eisenbahn gefunden haben, werden in einem nächsten Schritt europaweite Ausschreibungen vorbereitet. Diesbezüglich werden Gespräche mit den betroffenen Ländern geführt.

Insgesamt geht es beim Projekt "Ausschreibung von Nebenbahnen", das vom BMVIT, den ÖBB und der SCHIG mbH ins Leben gerufen wurde, mit diesen 12 Strecken um 220 Streckenkilometer, also etwa 13% des 1.700 km langen C-Netzes, wie das Nebenbahnnetz ÖBB-intern bezeichnet wird.

Bundesminister Monika Forstinger ist zuversichtlich, "daß mit unserem Projekt "Ausschreibung von Nebenbahnen" jetzt die jahrelange Diskussion um die Einstellung oder Weiterführung einer Reihe von Nebenbahnen ein Ende nimmt. Die neuesten Entwicklungen in der europäischen Kommission zeigen, daß wir mit unserem Konzept der Ausschreibung von Leistungen im Eisenbahnwesen auch auf europäischer Ebene auf dem richtigen Weg sind."

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