Leitl: Wirtschaft steigert Forschungsausgaben bis 2005 um 15 Prozent Eigene Fördergelder für Kleinbetriebe notwendig, WKÖ-Belangsendung vom 7.6.01,Ö1

Wien (PWK409) - Forschung und Entwicklung sind für ein Land mit extrem exportorientierter Wirtschaft wie Österreich eine Existenzvoraussetzung. Daher unterstützt die Wirtschaftskammer Österreich die Schwerpunktsetzung der Bundesregierung, die sich neben der Budgetsanierung die Steigerung der Forschungsausgaben bis 2005 auf 2,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes zum Ziel gesetzt hat. Für Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl eine Selbstverständlichkeit, denn: "Die Forschung und Entwicklung von heute ist der Arbeitsplatz und der Wohlstand von morgen."

Eine von der Wirtschaftskammer Österreich durchgeführte Untersuchung hat ergeben, dass eine Milliarde Schilling an Forschungsausgaben innerhalb von nur drei Jahren sechs Milliarden Schilling Umsatz und 1.000 zusätzliche qualifizierte Arbeitsplätze bringt. Dazu aber braucht man Geld. Nicht nur von der Wirtschaft, die das Ihre leisten wird, sondern auch vom Staat und daher meint Leitl: "Beseitigung von Defiziten ermöglicht größere Spielräume für Dotierung von Zukunftsinvestition und somit von Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen. Daher wird das Ziel der Bundesregierung schon 2002 auf 2,0 Prozent und in der Folge auf 2,5 Prozent des BIP die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen zu steigern absolut begrüßt und unterstützt."

Den besten Einsatz der Mittel garantiert der Forschungsförderungsfonds, meint Leitl. Wichtig ist, dass die Forschung anwendungsorientiert ist und dass sich die Ergebnisse in der wirtschaftlichen Praxis umsetzen lassen. Es sind Prioritäten zu setzen, damit das Forschungsgeld möglichst effektiv eingesetzt wird. Auch Klein- und Mittelbetrieben muss es möglich sein durch Zusammenarbeit mehrer Unternehmen und durch die Bildung von Kompetenzzentren Zugang zur Forschung und ihren Ergebnissen zu erhalten. Von den EU-Forschungsfördergeldern muss ein bestimmter Anteil für Kleinbetriebe reserviert werden, fordert Leitl. "Das heißt, wenn wir unsere Existenzmöglichkeiten über Klein- und Kleinstbetriebe nachhaltig sichern wollen, muss es einen eigenen Topf für die Klein- und Kleinstbetriebe in Europa geben, um auch sie anzuspornen, zu motivieren und ihnen das Gefühl zu geben, Forschung macht Sinn", so Leitl.

Die Wirtschaft steigert ihre Forschungsausgaben derzeit um zehn Prozent pro Jahr. Ihr Beitrag zu Erreichung des Zieles im Jahre 2005 eine Forschungsquote von zweieinhalb Prozent des BIP zu erreichen, wird eine Steigerung bis zu 15 Prozent sein. Das ergibt aber immer noch nicht die erforderlichen 88 Milliarden Schilling für Forschung und Entwicklung. Daher ist auch der Staat gefordert seinen Teil zur Forschung und damit zur Sicherung der Zukunft unseres Landes beizutragen. (EBK)

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