• 05.06.2001, 10:15:50
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AK Tumpel: Wiener Auffangnetz zur Jugendausbildung fortsetzen!

Für jeden dritten Wiener Lehrstellensuchende derzeit kein Ausbildungsplatz im Betrieb

Wien (AK) - Die Wiener Jugendlichen brauchen auch diesen Herbst
wieder zusätzliche Plätze in Lehrgängen zur Berufsausbildung,
jedenfalls in Wien darf die Regierung das Auffangnetz zur
Jugendausbildung nicht auslaufen lassen: Das verlangt heute,
Dienstag, AK Präsident Herbert Tumpel. Laut aktueller Statistik
gibt’s derzeit für jeden dritten Wiener Lehrstellensuchenden keinen
Ausbildungsplatz im Betrieb: Die Wiener Wirtschaft bietet nur 2.000
offene Lehrstellen für 3.200 Lehrstellensuchende, die entweder sofort
oder ab Juli einen Ausbildungsplatz im Betrieb brauchen - trotz
11.600 Schilling Förderung pro Lehrling und Lehrjahr. "Die Regierung
muss den Eltern und den Jugendlichen deshalb schon jetzt die
Sicherheit geben, dass sie im Herbst im Fall der Fälle mit einer
Ausbildung in einem Lehrgang rechnen können", verlangt Tumpel. Laut
Schätzung der AK ExpertInnen werden in Wien insgesamt 800
Lehrgängs-Plätze nötig sein. ****

"Wir müssen alles tun, um das Recht aller Jugendlichen auf einen
Ausbildungsplatz zu sichern", sagt Tumpel. "Die Regierung soll rasch
zusagen, dass es auch im Herbst wieder Lehrgangs-Plätze für die
Wiener Jugendlichen gibt." Dazu müsse das
Jugendausbildungssicherungsgesetz verlängert werden, damit eine
Finanzierung aus dem Bundesbudget gesichert ist und der Lehrgang nach
Übertritt auf eine Lehre im Betrieb auf die Lehrzeit angerechnet
werden kann. Die AK ExpertInnen rechnen, dass es für die Wiener
Jugendlichen 600 neue Plätze in Lehrgängen geben muss. Mit noch
einmal 200 Plätzen in Wien muss die Regierung für Jugendliche
vorsorgen, die derzeit ihr erstes Lehrjahr in einem Lehrgang
absolvieren, aber vielleicht nicht von einem Betrieb ins zweite
Lehrjahr übernommen werden. Bei der Finanzierung dieser insgesamt 800
Plätze in Wien kann die Regierung auch auf Mittel für das bisherige
Auffangnetz zurückgreifen: Im Wiener Auffangnetz wurde in den letzten
Jahren sparsam gewirtschaftet.

Tumpel verlangt auch den Ausbau der berufsbildenden Schulen in
Wien: Wo Ausbildung für Informations- und Telekommunikationsberufe
geboten wird, gibt es doppelt so viele Anmeldungen wie Plätze -
insgesamt fehlen allein an den berufsbildenden Schulen in Wien 1.000
Plätze. Überdies wendet sich Tumpel gegen Pläne des
Bildungsministeriums, das erst unlängst abgeschaffte so genannte
Repetierverbot an den berufsbildenden Schulen durch die Hintertür
wieder einzuführen: Wer nach der ersten Klasse mehr als drei Nicht
genügend im Zeugnis hat, soll nur noch dann wiederholen dürfen, wenn
nach der Aufnahme aller neu Angemeldeten noch Platz ist. "Das ist
ungerecht", kritisiert Tumpel. "Alle Jugendlichen haben ein Recht auf
Ausbildung - und auf eine zweite Chance."

Rückfragehinweis: AK Wien Presse

Peter Mitterhuber
Tel.: (01) 501 65-2530
email: akpresse@akwien.or.at
http://www.akwien.at

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