Pirklhuber: Molterer deckt Hersteller von Gentech-Saatgut - Genmais bereits auf den Feldern

Molterer muss Rückholaktion starten und Informationsblockade beenden

Wien (OTS) - Laut Beantwortung einer Anfrage der Grünen an den Landwirtschaftsminister vom Mai 2001 wurde bei drei Maissaatgutpartien eine signifikante Verunreinigung mit gentechnisch-veränderten Organismen (GVO) festgestellt. "Molterer hat aber weder mitgeteilt, um welche Firmen, Sorten oder Konstrukte es sich handelt, noch, was mit diesen positiven Partien geschehen ist", kritisiert Wolfgang Pirklhuber, Landwirtschaftssprecher der Grünen. "Molterer verschanzt sich hinter der Ausrede des Datenschutzes. In anderen Ländern wie Schleswig Holstein oder Niedersachsen werden derartige Untersuchungsergebnisse offiziell bekannt gegeben und das Saatgut wird aus dem Verkehr gezogen. Es besteht daher der begründete Verdacht, dass in Österreich Untersuchungsergebnisse zurückgehalten und nicht alle kontaminierten Partien vom Markt genommen werden", so Pirklhuber.

Aus einem vertraulichen Papier des Bundesamtes für Landwirtschaft an Bundesminister Haupt (vom 30.3.01 und 9.5.01) wurde bekannt, dass zumindest eine Partie, nämlich die Sorte Adelfia aus Kanada, Kontroll-Nr. A0P0185 (7.027,02 kg Saatgut), signifikant verunreinigt mit GMO MON 810 ausgeliefert wurde. Es ist daher davon auszugehen, dass dieses Saatgut bereits auf den Feldern gelandet ist. Diese Saatgutpartie reicht für etwa 250 ha Anbaufläche. "Molterer muss sofort eine Rückholaktion starten und die Untersuchungen intensivieren", fordert Pirklhuber. "Im Falle
einer notwendigen Vernichtung von GVO-Pflanzen ist den Bäuerinnen und Bauern jedenfalls der Schaden zu ersetzen", so Pirklhuber.

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