Welt-Umwelt-Tag: WWF mahnt Österreich zu mehr Klimaschutz

"Grasser ist nicht besser als Bush"

Wien (OTS) - Wenige Wochen vor der nächsten Klimakonferenz steckt Österreichs Klimapolitik fest: Die CO2-Emissionen steigen, das Finanzministerium blockiert die Umsetzung der nationalen Klimastrategie. Damit steht der Klimaschutz in Österreich in Frage. "Grasser ist in der Klimapolitik nicht besser als Bush", meint Mag. Stefan Moidl, Klimaexperte des WWF Österreich. "Er spricht die Dinge nur nicht so klar aus." Anlässlich des morgigen Welt-Umwelt-Tages mahnt der WWF den Beschluss einer klaren Klimastrategie und die Bereitstellung der erforderlichen Mittel ein.

Österreich hat sich nach dem Kyoto-Protokoll dazu verpflichtet, die Emissionen von Treibhausgasen bis 2010 um 13% zu reduzieren (unter den Stand von 1990). Derzeit geschieht das Gegenteil: Allein CO2-Austoß liegt um 8% über dem Stand von 1990. Das Umweltministerium arbeitet daher seit über einem Jahr an einer Klimastrategie, die im September 2000 von Umweltminister Molterer und Finanzminister Grasser im Ministerrat vorgestellt wurde. Sie orteten in ihrem Vortrag einen zusätzlichen Bedarf von über fünf Milliarden Schilling für den Klimaschutz und legten fest: 1,25 Milliarden Schilling sollen vom Bund kommen, die Umschichtung der Wohnbauförderung der Länder soll vier Milliarden Schilling bringen.

Finanziminister Grasser scheint sich allerdings nicht an die eigenen Vorgaben halten zu wollen: In den letzten Wochen wurde deutlich, dass er die von ihm selbst errechneten Bundesmitteln für den Klimaschutz nicht zur Verfügung stellen will. Damit ist der Klimaschutz in Österreich wieder blockiert. "Anlässlich des morgigen Welt-Umwelt-Tages fordern wir Österreich auf, dem Beispiel Dänemark zu folgen, das letzte Woche als erster EU-Staat das Kyoto-Protokoll ratifiziert hat: Erstens soll Österreich ebenfalls das Kyoto-Protokoll ratifizieren, zweitens eine klare Klimastrategie beschließen und drittens die erforderlichen Mittel dafür sicherstellen," so Stefan Moidl.

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