- 02.06.2001, 11:05:01
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LHStv. Onodi zum Weltumwelttag: Umwelt- und Naturschutz im 21. Jahrhundert einen neuen Stellenwert geben
Umwelt- und Naturschutzpolitik muss mit sich beschleunigender technologischer und wirtschaftlicher Entwicklung mithalten können
St. Pölten, (SPI) - Natur- und Umweltschutz hat in Generationen, ja
in Jahrhunderten zu denken. Der Schutz der Umwelt und unseres
Naturerbes befindet sich in einem wechselhaften Spannungsfeld
zwischen Bewahrung der ökologischen Vielfalt, dynamischer
Landentwicklung und wirtschaftlicher Entwicklungsstrategien. Der
Natur- und Umweltschutz ist, nicht nur in Niederösterreich, in den
vergangenen Jahrzehnten vom Rand der Politik ins Zentrum
wissenschaftlicher und politischer Regelungsmechanismen gerückt.
Investitionen in den Umweltschutz, die Schaffung von verbindlichen
Kriterien für das Hintanhalten von Verschmutzungen von Luft, Wasser
und Boden, die Erstellung von ökologischen Grundlagen und die
Verbindung von Ökologie und Ethik sind bedeutender denn je. In
Niederösterreich haben wir vergangene Woche durch den Beschluss der
Landesregierung zum Beitritt zur "Charta von Valencia" ein klares
Bekenntnis abgelegt. Die Charta versteht sich als Erklärung einer
moralischen Verpflichtung zu Prinzipien und Zielsetzungen von
Umweltpolitik. Das 21. Jahrhundert muss, im Gleichschritt der sich
ständig beschleunigenden wirtschaftlichen und technologischen
Entwicklung, zu einem Jahrhundert des Natur- und Umweltschutzes
werden", so Niederösterreichs Naturschutzreferentin LHStv. Heidemaria
Onodi anlässlich des am 5. Juni weltweit stattfindenden
Weltumwelttages 2001 der Vereinten Nationen.****
Wenn der Anspruch an die Politik betreffend naturschutz- und
umweltrelevanter Eingriffsregelungen steigt, so ist dies positiv.
Natur und Umweltschutzverbände, NGO´s, Bürgerinitiativen, Städte und
Gemeinden, aber auch die Bürger sind aktiver als je zuvor. Weiters
muss eine grundsätzlich positive Steigerung der Sensibilität der
Bevölkerung für den Umweltschutz konstatiert werden. Als Beispiel für
die besondere Notwendigkeit eines transparenten Umweltschutzes dürfen
hier nur die gestiegenen Anforderungen an neue Infrastrukturprojekte
- wie Straßen- und Schienenbauvorhaben - angeführt werden. Die nun
vorgeschriebenen Umweltverträglichkeitsprüfungen (UVP) sind ein
wichtiges Instrument natur- und umweltpolitischer
Steuerungsmechanismen.
"Wir wissen - jeder unbewusste oder gezielte Eingriff bzw. ungezielte
Einwirkung in die Umwelt, in Lebensgemeinschaften oder in
Entwicklungsabläufen beeinflusst einen Lebensraum, dessen Ressourcen
gegeben sind und nicht beliebig vermehrt werden können. Wir
beeinflussen damit nachhaltig etwas nicht mehr herstellbares und ein
Weg zurück ist meist nicht mehr möglich. "Um die Entwicklung unseres
Landes im Sinne der Bewahrung eines ökologisch intakten unmittelbaren
Lebensumfeldes der Menschen positiv zu beeinflussen und die Umwelt
zur "Mitwelt" werden zu lassen kommt es aber auch in der Zukunft
darauf an, Demut vor der Schöpfung zu zeigen", so LHStv. Heidemaria
Onodi.
(Schluss) fa
Rückfragehinweis: Landtagsklub der SPÖ NÖ
Tel: 02742/9005 DW 12794
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