87 Prozent der Österreicher gegen Ausverkauf an Atomstrom-Konzerne

Neue Österreich-Umfrage des Umweltdachverbandes - Bundeskanzler - Wolfgang Schüssel muss endlich handeln - LH Jörg Haider regiert am Willen der Bevölkerung vorbei

Wien (OTS) - Eine überwältigende Mehrheit der Österreicher - genau 87 Prozent - lehnt den Ausverkauf der österreichischen Energiewirtschaft an ausländische Atomstrom-Konzerne ab. Bei zwei Drittel ist diese Ablehnung sogar "sehr" stark. Das ist das Ergebnis einer jüngsten Telefon-Blitzumfrage von IMAS im Auftrag des Umweltdachverbandes.

Gerhard Heilingbrunner, Präsident Umweltdachverband: "Die letzte Chance für einen nationalen Konsens und eine starke österreichische Stromlösung muss von der Bundesregierung genützt werden. Die Angelegenheit muss endlich Chefsache werden - der Bundeskanzler muss sich einschalten, damit nicht die wertvollen Wasserkraftreserven Österreichs unter die Fittiche der europäischen Atomstrom-Konzerne gelangen". Das sind die wichtigsten Folgerungen des Umweltdachverbandes aus dem überwältigend deutlichen Umfrage-Ergebnis. 400 Personen wurden am 28. und 29 Mai in ganz Österreich dazu befragt.

Heilingbrunner weiter: "Unsere Umfrage zeigt aber auch, dass der jüngste Ausverkaufsdeal in Kärnten von der Bevölkerung massiv abgelehnt wird. Auf Grund des RWE-KELAG-Verkaufes überlegt ein Viertel der Bevölkerung den Energieversorger tatsächlich zu wechseln. Die Kärntner Ausverkaufsentscheidung ist somit eine ernsthafte Warnung an die Bundesregierung, aber auch an alle anderen Bundesländer. Diese sollten jetzt rasch ihre Ausverkaufsüberlegungen schubladisieren. Die überwältigende Mehrheit der Österreicherinnen und Österreicher wollen eine nationale Lösung, also den Zusammenschluss österreichischer Energieunternehmen ohne ausländische Beteiligungen".

Ztl.: Die Ergebnisse im Detail

57% aller Österreicher ab 16 Jahren wissen, dass ausländische Energiekonzerne Anteile an den österreichischen Landesenergie-Gesellschaften in der Steiermark und in Kärnten erworben haben.

Die überwältigende Mehrheit von 87% lehnt eine Beteiligung ausländischer Atomstrom-Konzerne an österreichischen Energiegesellschaften bzw. am eigenen Ernergieversorger ab (knapp zwei Drittel sogar 'sehr').

Atomstrom ist in Österreich unerwünscht: 81% der Österreicher würde es stören, wenn ausländische Energiekonzerne Atomstrom in Österreich verkaufen würden (zwei Drittel darunter würde dies sogar 'sehr' stören)

Gut die Hälfte der Bevölkerung (52%) könnte sich prinzipiell vorstellen, im Falle einer tatsächlichen Auslands-Beteiligung den eigenen Energieversorger zu verlassen und zu einem anderen Unternehmen zu wechseln; nur gut ein Drittel (36%) schließt absolut aus, sich einem anderen Energieversorger zuzuwenden. Eine ernsthafte Gefahr der Realisation eines Wechsels besteht zur Zeit bei 25% der Österreicher.

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