Haubner: Temelin: Radioaktives Wasser im Primärkreislauf ausgetreten

Eon kündigt kurzfristig Stromlieferverträge mit CEZ

Wien, 2001-05-31 (fpd) - "Menschliches Versagen führte heute zu einer weiteren Panne im südböhmischen Kernkraftwerk Temelin. Im Primärkreislauf ist radioaktives Wasser ausgetreten, da eine Klappe nicht geschlossen wurde. Einige Räume im Containment sind nunmehr verseucht und müssen dekontaminiert werden", berichtete heute Oberösterreichs freiheitliche Umwelt-Landesrätin Ursula Haubner. "Die Betreiber versichern, daß die Beschäftigen durch diesen Vorfall nicht gefährdet wurden. Dies ist jedoch anzuzweifeln." *****

Weiters habe der deutsche Stromriese Eon die kurzfristige Kündigung der Stromlieferverträge mit CEZ heute angekündigt. Haubner wertete dies "als großartigen Erfolg der Temelin-Offensive. Die Stunde der Wahrheit der Temelinbetreiber rückt immer näher."

Das heutige Vorgehen von Eon sollte wegweisendes Beispiel für die anderen deutschen Stromabnehmer sein. "Das Atomkraftwerk Temelin kann auf dem ökonomischen Feld gestoppt werden", erinnerte Haubner an die eindeutigen Belege und Zahlen, wonach Tschechien bereits jetzt Stromüberschüsse zu Dumping-Preisen exportiere.

"Wenn diese Stromüberschüsse nicht mehr abgenommen werden, wird in Tschechien eine Diskussion über die Sinnhaftigkeit der Erhaltung von Überkapazitäten und der Inbetriebnahme Temelins entstehen", zeigte sich Haubner abschließend überzeugt. (Schluß)

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