Pharmig: Sparen im Gesundheitswesen muss Patienten zugute kommen!

(Wien/OTS) Die Pharmig zeigt sich erfreut, dass nach der Pharmaindustrie jetzt auch die Ärzte zum "Sparpaket" beitragen wollen. Gegen einen verstärkten Einsatz von Generika ist nichts einzuwenden, wenn damit sicher gestellt wird, dass künftig den österreichischen Patienten dadurch schneller als bisher neue, innovative Medikamente zur Verfügung stehen. Das von Pjeta bezifferte Sparpotenzial durch eine vermehrte Verordnung dieser "Nachfolgeprodukte" von rund einer Milliarde Schilling bezeichnete die Pharmig jedoch als "unrealistisch", weil die Ärzte ja durch ihre Kassenverträge ohnedies verpflichtet sind, ökonomisch zu verordnen. Woher diese zusätzlichen Einsparungen kommen sollen, ist daher nicht nachvollziehbar, so die Pharmig.

(Wien/OTS) Die Pharmig zeigt sich erfreut, dass nach der Pharmaindustrie jetzt auch die Ärzte zum "Sparpaket" beitragen wollen. Gegen einen verstärkten Einsatz von Generika ist nichts einzuwenden, wenn damit sicher gestellt wird, dass künftig den österreichischen Patienten dadurch schneller als bisher neue, innovative Medikamente zur Verfügung stehen. Das von Pjeta bezifferte Sparpotenzial durch eine vermehrte Verordnung dieser "Nachfolgeprodukte" von rund einer Milliarde Schilling bezeichnete die Pharmig jedoch als "unrealistisch", weil die Ärzte ja durch ihre Kassenverträge ohnedies verpflichtet sind, ökonomisch zu verordnen. Woher diese zusätzlichen Einsparungen kommen sollen, ist daher nicht nachvollziehbar, so die Pharmig.

"Anreizmodellen" wie Medicom oder Ähnlichem erteilt die Pharmig eine klare Absage, weil sie einerseits fragwürdig erscheinen, andererseits nicht zu den gewünschten Spar-Effekten für die Krankenkassen führen. Die "Gewinner" dieser Modelle sind nämlich eindeutig die Ärzte, weil nur ein Drittel der eingesparten Gelder zurück an die Kassen fließt. Zwei Drittel davon lukrieren die Ärztekammer bzw. die individuellen Ärzte. Berechnet man den administrativen Aufwand zur Abwicklung dieser Methode, würden den Kassen nur "Gelder im Groschenbereich" verbleiben, so die Pharmig.

Zwt. Strukturreformen statt Löcher stopfen!

Insgesamt spricht sich die Pharmig neuerlich für dringende Strukturreformen im Gesundheitswesen aus. Klare Zielsetzungen, effiziente Abrechnungsmodelle und zukunftsorientierte, innovative Strategien müssen endlich erarbeitet werden. Die 2. Gesundheitskonferenz des Staatssekretärs, bei der die Ergebnisse der im Jahr zuvor eingesetzten Arbeitskreise präsentiert wurden, hat diese Forderung eindrücklich bestätigt. Langfristige Strategien müssten Priorität vor kurzfristigem Löcherstopfen haben. Andernfalls begibt sich das österreichische Gesundheitswesen in Gefahr, sich von seinen heutigen hohen Standards verabschieden zu müssen, warnt die Pharmig. Und das kann keinesfalls im Sinne der Bürger sein.++/rm

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