Wiener Stadterneuerungspreis 2001

SPERRFRIST 12 UHR! Sonderpreis für das Projekt der Revitalisierung des Misrachi-Hauses

Wien, (OTS) Die Bauinnung der Wiener Wirtschaftskammer vergab auch heuer wieder die Wiener Stadterneuerungspreise. Im Beisein von Planungsstadtrat Dipl.-Ing. Rudolf Schicker wurden drei Haupt- und zwei Sonderpreise vergeben: Den 1. Preis erhielt die Sanierung des Männerheims der Heilsarmee (1020 Wien, Große Schiffgasse 3), der 2. Preis ging an die Wohnhaussanierung 1150 Wien, Goldschlagstraße 38 und mit dem 3. Preis wurde das Projekt Gurkgasse 43 im 14. Bezirk ausgezeichnet. Zwei Sonderpreise gingen an die Fassadenrekonstruktion des Projekts 1050 Wien, Kleine Neugasse 9 und an das Büro Wildom für die Sanierung des Misrachi-Hauses auf dem Judenplatz 8 im 1. Bezirk. Die Preisverleihung fand im Misrachi-Haus auf dem Judenplatz statt. Der Gastgeber Prof. Dr. Josef Grünberger von der Misrachi zeigte sich erfreut über die Anerkennung des Projekts und dankte der Stadt Wien und ihren Vertretern für die großzügige Förderung bei der Sanierung des Hauses, die zum Teil mit Mitteln des Altstadterhaltungsfonds erfolgte.

Neues Leben im Misrachi-Haus

Der Betraum der jüdischen Organisation Misrachi wurde am 5. November 2000 mit der Einbringung der Tora eingeweiht. In den ersten beiden Etagen des Misrachi-Hauses sind das Jugendzentrum der Misrachi und deren Synagoge untergebracht, das Jüdische Museum hat in der dritten Etage Büroräume zur Betreuung des Museums und auch Archivräume bezogen. Im Dachgeschoss befinden sich Wohnungen. Im Erdgeschoß und in den Kellerräumen ist das Museum Judenplatz untergebracht, das auch die Ausgrabungen der mittelalterlichen Synagoge unter dem Judenplatz erschließt. Aufgrund des schlechten Bauzustandes waren umfangreiche Sanierungsmaßnahmen notwendig. Unter Berücksichtigung der Auflagen des Bundesdenkmalamts konnte ein erheblicher Teil der wertvollen historischen Bausubstanz erhalten werden, die restlichen Bauabschnitte wurden den Erfordernissen einer intensiven Nutzung angepasst. Architekt Hans-Peter Wildom hatte die mühevolle Aufgabe der Revitalisierung des Hauses übernommen. Er arbeitete unter Bauführung der MA 24 und bewerkstelligte den komplizierten Umbau in knapp zweijähriger Bauzeit, wobei zahlreiche unvorhergesehene bauliche Probleme auftraten, die mehrfache Umplanungen erforderten. Die Gesamtkosten für die baulichen Maßnahmen am Misrachi-Haus betrugen 40 Millionen Schilling. (Schluss) sta

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