WIR GRATULIEREN Runde Geburtstage im Juni

Wien (PK) - Im Juni feiern folgende (ehemalige) MandatarInnen runde Geburtstage:

der Abgeordnete Norbert STAFFANELLER (F) - 60. Geburtstag am
1. Juni,

der ehemalige Abgeordnete und Bundesrat Prof. Fritz MARSCH (S) -
75. Geburtstag am 1. Juni,

der ehemalige Abgeordnete und Bundesrat Gerhard KOPPENSTEINER (V) -70. Geburtstag am 2. Juni,

der ehemalige Abgeordnete Komm.-Rat Hans SCHÖLL (F) - 60. Geburtstag am 4. Juni,

der ehemalige Abgeordnete Manfred SRB (G) - 60. Geburtstag am
5. Juni,

der ehemalige Abgeordnete Dkfm. Georg MAUTNER MARKHOF (F, dann L) -75. Geburtstag am 11. Juni,

die ehemalige Bundesrätin Kammerrätin Grete PIRCHEGGER (V) -
60. Geburtstag am 11. Juni,

der ehemalige Abgeordnete und Bundesrat Johann SCHMÖLZ (S) -
70. Geburtstag am 13. Juni,

der ehemalige Bundesrat Stefan STEINLE (S) - 80. Geburtstag am
14. Juni,

der ehemalige Abgeordnete und Volksanwalt a.D. Dipl.-Vw. Helmuth JOSSECK (F) - 80. Geburtstag am 15. Juni,

der ehemalige Abgeordnete Fritz HOCHMAIR (S) - 60. Geburtstag am
21. Juni,

der Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft a.D. und ehemalige Abgeordnete Dipl.-Ing. Günter HAIDEN (S) - 75. Geburtstag am
21. Juni,

die ehemalige Bundesrätin Reg.-Rat Rosa GFÖLLER (V) - 80. Geburtstag am 30. Juni.

HELMUTH JOSSECK 80

Seinen 80. Geburtstag feiert der ehemalige Volksanwalt und langjährige FP-Mandatar Helmuth Josseck am 15. Juni. Geboren wurde er 1921 in Graz, wo er auch die Handelsakademie besuchte. Nach dem Krieg studierte er an der Hochschule für Welthandel und erwarb den Titel eines Diplomvolkswirts. 1957 legte er die Steuerberaterprüfung ab und war sodann in diesem Beruf tätig.

Bereits 1967 zog er in den Gemeinderat der Stadt Wels ein und übernahm zusätzlich Funktionen im oberösterreichischen FPÖ-Landesparteivorstand sowie in der Bundesparteileitung und im Bundesparteivorstand der FPÖ. Lange Jahre wirkte er als Bundesfinanzreferent seiner Partei.

Im November 1971 profitierte die FPÖ von Kreiskys Wahlrechtsreform und zog mit einer stark vergrößerten Mannschaft in den Nationalrat ein. Zu dieser gehörte nun auch Josseck, der sich in den kommenden zwölf Jahren als Finanz-, aber auch als Rechtsexperte seiner Fraktion einen Namen machte. Als 1983 Gustav Zeillinger als Volksanwalt ausschied, nominierte die FPÖ Josseck als seinen Nachfolger. Dieses Amt bekleidete Josseck in der Folge bis 1989, ehe er sich in den Ruhestand zurückzog, wobei Josseck auch heute noch ehrenamtlich Parteifunktionen in der FPÖ innehat.

FRITZ MARSCH 75

Den 75. Geburtstag begeht der langjährige SPÖ-Zentralsekretär Fritz Marsch am 1. Juni. Ebenfalls in Graz geboren, maturierte er 1944 am dortigen Realgymnasium. Nach dem Krieg absolvierte er auch die Matura an der Grazer Handelsakademie, um danach an der Hochschule für Welthandel zu studieren. Schon in dieser Zeit war Marsch politisch aktiv und war ab 1947 Obmann des VSStÖ.

1948 trat Marsch in die Volkswirtschaftliche Abteilung der Arbeiterkammer ein, von 1953 bis 1959 wirkte er als hauptamtlicher Sekretär des Österreichischen Bundesjugendrings. 1960 bis 1970 war er Landesparteisekretär der SPÖ Niederösterreich, 1970 bis 1987 schliesslich Zentralsekretär der SPÖ.

Sein erstes öffentliches Mandat übernahm er 1964, als er in den Niederösterreichischen Landtag einzog. Nach einem zwölfmonatigen "Gastspiel" im Bundesrat wurde Marsch im November 1971 Nationalratsabgeordneter, in welcher Position er bis zum Februar 1987 verblieb. Sein Wirken war dabei maßgeblich mit der Person des SPÖ-Vorsitzenden und Bundeskanzlers Bruno Kreisky verbunden.

Als SP-Sekretär begleitete er Kreisky auf vielen Auslandsreisen und übernahm folgerichtig auch 1979 den Vorsitz im Außenpolitischen Ausschuss des Nationalrates. 1982 wurde Marsch überdies stellvertretender Klubobmann der SP-Fraktion. In diesen seinen Funktionen verblieb Marsch auch unter Kreiskys Nachfolger Fred Sinowatz, ehe er sich 1987 von der aktiven Politik zurückzog. Noch heute aber ist Marsch Präsident des "Vereins für Geschichte der Arbeiterbewegung".

GÜNTER HAIDEN 75

Ebenfalls 75 wird Günter Haiden. Geboren am 21. Juni 1926 in Wald am Arlberg, studierte er nach dem Krieg an der Hochschule für Bodenkultur und wurde so 1952 Diplomingenieur. Seine Berufslaufbahn begann Haiden als Forstingenieur in Aflenz, ehe er 1962 Zentralsekretär der Landarbeitergewerkschaft wurde. 1972 wurde Haiden von Bundeskanzler Kreisky zum Direktor der Österreichischen Bundesforste ernannt.

Zwei Jahre später, im Juli 1974, bestellte Kreisky den Agrarexperten zum Staatssekretär im Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, zwei Jahre später wurde Haiden Minister dieses Ressorts. Der Regierung gehörte Haiden in der Folge bis zum Rücktritt von Kreiskys Nachfolger Fred Sinowatz als Bundeskanzler an. Aus dem Nationalrat, in den Haiden im November 1975 eingezogen war, schied er bereits im Mai 1983 aus. Die zehn Jahre als "roter Landwirtschaftsminister" jedoch prägten eine Ära der heimischen Agrarpolitik.

MANFRED SRB 60

Auch ein Grünmandatar feiert im Juni einen runden Geburtstag. Der ehemalige Behindertensprecher der Grünen, Manfred Srb, wird am 5. Juni 60. Geboren in Stockerau absolvierte Srb, der in Folge einer Kinderlähmungserkrankung im Alter von acht Jahren auf den Rollstuhl angewiesen ist, die Bundeshandelsschule für Behinderte in Wien und arbeitete ab 1963 im Wiener Magistrat. Zwischen 1975 und 1978 ließ sich Srb an der Sozialakademie zum Diplomierten Sozialarbeiter ausbilden und war sodann als Sozialpädagoge bei den Wiener Jugendzentren aktiv.

Schon seit 1964 in zahlreichen Behinderteninitiativen tätig, würdigten die Grünen 1986 sein Engagement und entsandten ihn in den Nationalrat, dem er bis Mai 1994 angehören sollte. Mit seinen Bemühungen gelang es ihm, die Öffentlichkeit für die Probleme behinderter Menschen zu sensibilisieren, und zahlreiche konkrete Verbesserungen im Alltag (Lifteinbau in U-Bahnstationen, Abflachung von Gehsteigen vor Kreuzungen etc.) gehen auf Initiativen von Srbs Kreis zurück. Durch sein politisches Agieren sind die Anliegen von Behinderten im parlamentarischen Geschehen heute kein "Orchideenthema" mehr, und in allen politischen Parteien gibt es heute Behindertensprecher.

(Schluss)

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