ARBÖ: Bei Crash im Ausland unbedingt Polizei verständigen

Europäischen Unfallbericht nicht vergessen

Wien (ARBÖ) - Für tausende Autofahrer bedeuten die kommenden Pfingstferien nicht nur Erholung und Entspannung, sondern zunächst auch Staus, Stress und Hektik, um ein paar Tage ins Ausland zu fahren.

Wenn es im Urlaubsland zu einem Verkehrsunfall kommt, sollte in jedem Fall - auch bei Sachschäden - die Polizei eingeschaltet werden, denn die behördliche Unfallbestätigung ist für einen allfälligen Grenzübertritt notwendig. "Andernfalls könnten sie aufgrund des beschädigten Fahrzeuges in den Verdacht der Fahrerflucht kommen", warnen die ARBÖ-Verkehrsjuristen.

Bei einem Personenschaden ist auf jeden Fall die Polizei zu kontaktieren. Sollte es bei der Unfallaufnahme zu Problemen kommen, kann die österreichische Auslandsvertretung (Botschaft oder Konsulat) für Hilfestellung in Anspruch genommen werden, betont der ARBÖ. In den meisten osteuropäischen Staaten wird von der Polizei bei Personenschaden bis zur Sachverhaltsklärung der Pass des Lenkers abgenommen. Wenn trotz der Beschädigung des Fahrzeuges die Reise fortgesetzt wird, kann beim Grenzübertritt vom Zoll die Unfallbestätigung gefordert werden. Reist man mit einem beschädigten Fahrzeug in ein Land außerhalb der Europäischen Union, ist auf jeden Fall der Schaden beim Zoll zu deklarieren, warnen die ARBÖ-Experten.

Bei Autofahrten ins Ausland sollte auch nicht auf den Europäischen Unfallbericht plus Übersetzung in die jeweilige Landessprache vergessen werden, macht der ARBÖ aufmerksam. Diese Übersetzung ist beispielsweise in den beliebten ARBÖ-Reise-Service-Blättern zu finden, die kostenlos in allen ARBÖ-Dienststellen erhältlich sind. "Diese Übersetzungen können bei einem Unfall im Ausland wertvolle Hilfe leisten, da der Europäische Unfallbericht in allen Ländern gleich gestaltet ist. Bei der Schadensaufnahme können dann beide Unfallgegner trotz der Sprachbarrieren den Sachverhalt darstellen", erklärt ARBÖ-Verkehrsjuristin Mag. Renate Göppert.

Weiters ist es auch empfehlenswert, die "Grüne Karte" mitzunehmen. Sie ist eine internationale Bestätigung, dass das Fahrzeug haftpflichtversichert ist und wird von allen ausländischen Behörden anerkannt. Vor allem in Italien kann die Grüne Versicherungskarte immer wieder langwierige Verhandlungen mit der Exekutive ersparen, obwohl es in der EU keine rechtliche Verpflichtung für das Mitführen der Grünen Karte gibt, so die ARBÖ-Experten.

Übrigens: Ausgestellt wird die Grüne Karte von den Haftpflichtversicherungsanstalten. Sofern diese Versicherungsbestätigung nicht automatisch zugeschickt wird, genügt ein Telefonanruf bei dem jeweiligen Versicherer und die Karte wird, in den meisten Fällen kostenlos, zugesandt.

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