ARA IM JAHR 2000: KONTINUITÄT IM STAMMGESCHÄFT - FLEXIBLER UMGANG MIT NEUEN HERAUSFORDERUNGEN - GRAFIK (web)

Wien (OTS) - amazon.de neuer E-Commerce-Kunde - Zahl der Lizenzpartner auf 12.300 weiter gestiegen - Sammel-Infrastruktur ausgebaut - Sammelmengen gesteigert - Etablierung als Consulter

Das Jahr 2000 war für die Altstoff Recycling Austria AG (ARA) von Kontinuität in der laufenden Arbeit, aber auch von einigen neuen Trends gekennzeichnet: So konnte die ARA beispielsweise mit der Amazon Logistik GmbH, Deutschland ("amazon.de") den europaweit bedeutenden E-Commerce-Anbieter als Kunden gewinnen. Der Internet-Buchhändler lizenzierte bei der ARA für den österreichischen Markt jene Transportverpackungen, die für den Versand zum Käufer notwendig sind und die Amazon selbst nicht erfassen konnte. Die österreichischen E-Commerce-Händler wie lion.cc sind bereits seit längerem Lizenzpartner der ARA.

Zahl der Lizenzpartner steigt weiter - bereits über 12.300 Unternehmen

Zusätzlich zu Amazon konnten weitere 921 Unternehmen als Neukunden akquiriert werden. Die Zahl der Lizenzpartner stieg damit (abzüglich von Abgängen, die aus Fusionen, Schließungen, etc. resultieren) von 12.027 (31.12.1999) auf 12.295 Firmen per 31.12.2000. Per Ende März vertrauten bereits 12.348 Unternehmen dem ARA System, womit es der ARA selbst in einem relativ gesättigten Markt gelingt, Steigerungen zu erzielen.

Akquisitionsschwerpunkte wurden im letzten Jahr insbesondere in der Gastronomie und bei Jungunternehmern gesetzt. So wurden beispielsweise rund 250 Hotels und Gastgewerbe-Lieferanten gezielt angesprochen und informiert. Und über die Fachvertretungen der Wirtschaftskammer sowie das Seminarangebot des WIFI kontaktierte die ARA außerdem neu gegründete Unternehmen.

Umsatz dank Neukunden über Plan: 2.543 Mio. ATS

Der Umsatz des Jahres 2000 lag in Folge dessen um 246 Mio. ATS über Plan und betrug 2.543 Mio. ATS. Im Jahr davor belief sich der Umsatz auf 2.694 Mio. ATS. Der Rückgang von 1999 auf 2000 resultiert aus Tarif-reduktionen in Höhe von 318 Mio. ATS - also Ersparnissen für die Wirtschaft - und war erklärtes Ziel der ARA. Dkfm. Christian Stiglitz, Vorstand der ARA: "Wir hatten aufgrund der markanten Tarifsenkungen im Grunde einen noch deutlicheren Umsatzrückgang budgetiert. Nur durch die zahlreichen Neukunden und die Steigerung der lizenzierten Mengen ist das Minus geringer ausgefallen als wir geplant hatten. Ein besseres Ergebnis können wir uns gar nicht wünschen - denn geringerer Umsatz für die ARA bedeutet niedrigere Kosten für die Wirtschaft."

Steigerung der Lizenzmenge

Die höchsten Zunahmen bei der lizenzierten Menge verzeichnete die ARA in der Tarifkategorie "Kunststoffe klein". Aber auch bei Papier, Glas-Einweg und Material-verbunden kam es zu Steigerungen.

Zu markanten Verschiebungen in der Aufteilung der Einnahmen nach Packstoffen kam es nicht: 54% der Einnahmen erwirtschaftete die ARA mit Kunststoffverpackungen, 21% mit Verpackungen aus Papier, Karton, Pappe und Wellpappe, 9% mit Glas, 10% mit Metallgebinden, 5% mit Materialverbunden und 1% mit Holzverpackungen.

Gegenüber dem Mitbewerb konnte sich die ARA gut behaupten. Stiglitz: "Das breite Angebot der ARA Dienstleistungen - über die reine "Entpflichtung" hinaus - und die Vorteile einer Partnerschaft mit der ARA überzeugen die österreichischen Kunden nach wie vor. Die öffentlich geäußerten Vorwürfe der Konkurrenten, z.B. Quersubventionen, erweisen sich laufend als haltlos. Zuletzt haben die Experten des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft nach einer Tiefenprüfung der ARO bestätigt, dass die Kalkulation völlig korrekt erfolgt, und keinerlei Quersubventionierung zwischen Haushaltstarif und gewerblichem Verpackungstarif vorliegt."

Der Jahresabschluss wird derzeit noch erstellt und in der ARA Generalversammlung am 29. Juni 2001 verabschiedet. Es ist aber bereits abzusehen, dass in der ARA AG Überschüsse erzielt werden. Diese fließen gemäß den Bestimmungen des Entsorgungsvertrages und des Lizenzvertrages an die BRG anteilsmäßig zurück, mit der Auflage, sie in die Tarifkalkulation einzubeziehen. So kommen sie in der Folgeperiode wieder den Lizenzpartnern zugute.

Sammelmenge leicht gestiegen - 633.700 t

Die Sammel- und Verwertungsmenge stieg um knapp 2% von 623.000 t auf 633.700 t an. Die Verteilung auf die unterschiedlichen Fraktionen änderte sich auch sammelseitig kaum: 47% entfielen auf Papier, Karton, Pappe und Wellpappe, 30% auf Glas, 16% auf Leichtverpackungen (Kunststoff, Materialverbunde, etc.), 5% auf Metalle und 2% auf Holz.

Österreicher nach wie vor "Sammel-Meister" - Pro-Kopf-Menge von 102 kg

Die eifrigsten Sammler waren - wie in den vergangenen Jahren - die Vorarlberger: Jeder Vorarlberger brachte 131 kg gebrauchte Verpackungen ins Sammelsystem ein. Damit übertrafen sie sogar die Rekordmenge des Vorjahres von 121 kg nochmals. An zweiter Stelle im Sammelranking befanden sich die Steirer mit 114 kg pro Einwohner, gefolgt von den Tirolern mit 110 kg. Der Schnitt für Gesamtösterreich lag bei 102 kg pro Einwohner.

Sammelsystem noch bequemer und effizienter

Mitverantwortlich ist dafür die gut funktionierende Sammel-Infrastruktur, die im Jahr 2000 weiter ausgebaut wurde: Die Zahl der fixen Sammelbehälter stockte das ARA System um mehr als 14.000 auf rund 880.000 Behälter auf. Parallel dazu wurden weitere 150.000 Haushalte an die Sammlung mit dem gelben Sack angeschlossen, womit bereits über eine Million Haushalte Leichtverpackungen über dieses bequeme Sammelsystem entsorgen können.

ARA als Consulter erfolgreich

Erfolgreich etablieren konnte sich die ARA im vergangenen Jahr auch als Consulting-Unternehmen. Das erste Consulting-Projekt für die portugiesische Sammel- und Verwertungsgesellschaft Sociedade Ponto Verde wurde zur Zufriedenheit des Kunden abgeschlossen. Und auch das Konzept für das Umweltministerium in Singapur liegt bereits vor. Weiters lieferte die ARA im Jahr 2000 an die norwegische Gesellschaft Materialretur Know-how im Bereich vereinfachter Erfassungssysteme und beriet die polnische Gesellschaft RekoPol im Hinblick auf die Umsetzung einer Verpackungsverordnung. Für den Austrian Environment Cluster wurden im Zuge einer Studie für Rumänien Möglichkeiten verschiedener Sammel- und Verwertungssysteme erarbeitet.

2001 Ersparnisse in Höhe von 350 Mio. ATS

Das Jahr 2001 bringt die bis dato größten Tarifsenkungen - bei Kunststoff klein um 22%, bei Materialverbunden um 28% und bei Papier um 10%. Diese werden sich für die Wirtschaft als Ersparnisse in Höhe von 350 Mio. ATS auswirken. Vergleicht man die ARA Tarife des Jahres 2001 mit denjenigen von 1995, so erreicht die Summe der Entlastung der Wirtschaft insgesamt bereits 1 Mrd. ATS.

Zusätzliche PET-Mengen im Griff

Gekennzeichnet ist das laufende Geschäftsjahr auch von einem Zuwachs bei PET-Gebinden, den das ARA System mit entsprechenden Maßnahmen aber vollständig im Griff hat. Sowohl sammel- als auch verwertungsseitig werden zusätzliche Kapazitäten geschaffen, um so den Zielen der freiwilligen Selbstverpflichtung der Wirtschaft gerecht zu werden. "Wir beobachten systematisch den Markt, führen bei den bei uns gemeldeten PET-Mengen Plausibilitätschecks durch und kontaktieren alle Top-PET-Inverkehrsetzer persönlich. Außerdem haben wir enge Kooperationen mit dem Handel geschlossen, um mittels Store Checks und Lieferantenkontrollen eine zusätzliche Prüfungssschleife einziehen zu können. So erhöhen wir die Wahrscheinlichkeit, 100% der PET-Mengen zu lizenzieren", erläutert Stiglitz die Maßnahmen des ARA Systems. Im Bereich der Sammlung und Sortierung wurden ebenfalls Änderungen vorgenommen, die beispielsweise eine höhere Sortiertiefe und dadurch eine Steigerung der stofflichen Verwertungsmenge ermöglichen. Seit Mai werden neben der Fraktion "natur" auch die beiden Fraktionen "blau transparent" und "grün transparent" aussortiert und stofflich verwertet.

Außerdem prüfen Experten in eigenen Projekten derzeit, wie die Kunststoffsammlung und insbesondere die PET Erfassung verbessert werden können.

Die Verwertungsanlagen in Österreich werden bis zum Sommer von derzeit 6.000 Tonnen Jahreskapazität auf bis zu 12.000 Tonnen ausgebaut.

Ziel der freiwilligen Selbstverpflichtung wird erreicht

"Es handelt sich dabei", betont Stiglitz, "jedoch nicht um Milliardeninvestitionen, die eine Mehrbelastung für die Konsumenten oder die Wirtschaft bedeuten würden, sondern um geplante, moderate und vor allem maßgeschneiderte Optimierungen. Die Zahlen bestätigen, dass wir damit auf dem richtigen Weg sind und die stoffliche Verwertungsquote von 50% der Marktmenge im Jahr 2004 erreichen werden." "Wir können also mit Fug und Recht behaupten, dass die in das ARA Sammelsystem eingebrachten PET-Flaschen auch wieder verwertet werden, sowohl stofflich als auch thermisch. Die Sammlung über die 205.300 Behälter und eine Million gelbe Säcke funktioniert. Nun sind wir gefordert, auch bei Events wie Fußballspielen, Zeltfesten, etc. eine ähnliche Trennmoral zu erzielen."

Informationsarbeit muss intensiv bleiben

"Maßgeblich ist dabei die Kommunikation", meint Stiglitz. "So wie der Konsument weiß, dass Mehrwegflaschen wiederbefüllt werden, muss er auch sicher sein, dass PET-Flaschen recycliert werden. Nicht nur Fasern, Folien und Verpackungsbänder entstehen aus den PET-Flaschen. Mittlerweile gibt es auch in Europa das "bottle to bottle"-Recycling. Und jener Anteil, der nicht stofflich verwertet wird, kommt in österreichischen Unternehmen für die sinnvolle Energienutzung zum Einsatz." Das - bemerkt Stiglitz kritisch - wüssten Teile der Bevölkerung aber noch nicht. Er sieht deshalb darin eine Herausforderung für das ARA System, gemeinsam mit den Gemeinden die intensive Aufklärungsarbeit der letzten Jahre fortzusetzen.

"AbfallberaterIn des Jahres" wird heute gewürdigt

Die Aufklärungs- und Informationsarbeit der - in den Gemeinden tätigen - AbfallberaterInnen würdigt das ARA System mit dem Preis "AbfallberaterIn des Jahres", der heute Abend in Seckau/Steiermark vergeben wird.

Internationale Zusammenarbeit

Auf internationaler Ebene arbeitet die ARA im Rahmen der Organisation PRO EUROPE mit anderen Sammel- und Verwertungssystemen zusammen. Im heurigen Jahr soll dieser Verbund deutlich erweitert werden. Nach Ungarn wird auch Polen im Jahr 2001 Mitglied der PRO E werden. Der Vertrag mit der schwedischen Gesellschaft steht kurz vor der Unterzeichnung. Und die Gespräche mit den Verpackungsorganisationen in Großbritannien, Kanada und Italien sind weit fortgeschritten.

European Recycling Day am 29. September 2001

Um das grenzüberschreitende Engagement für Müllreduktionen und Verpackungssammlung deutlich zu demonstrieren, veranstalten die PRO E-Mitglieder in den meisten europäischen Ländern am 29. September 2001 den "European Recycling Day".

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Dkfm. Christian Stiglitz (Vorstand)
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