51. Städtetag: Synergien im Standortwettbewerb immer wichtiger

Stimmiger Masterplan und geschlossenes Handeln bestimmen kommunalen Erfolg mit

Wien, (OTS), Wollen Städte im internationalen Standortwettberb mithalten, sind gut aufeinander abgestimmte Strategien, entschlossenes Handeln, aber auch Mut zur Innovation und ein klares Entwicklungsprofil vonnöten. Darüber hinaus spielen auch sogenannte weiche Faktoren, wie Lebensqualität, Bildungs- und Kulturangebot, eine nicht zu unterschätzende Rolle im Standort-Ranking. Im Forschungsbereich bleibt die öffentliche Hand ein unerlässlicher Partner. Dies sind die Grundaussagen einer Arbeitsgruppe von Kommunalpolitikern, Unternehmern und Fachleuten, die heute, Donnerstag, im Rahmen des 51. Österreichischen Städtetages getagt hat.

Eine wesentliche Chance kommunaler High Tech-Förderung liege in der Bereitstellung einer modernen, wie aufeinander abgestimmten Infrastruktur für wissenschaftliche Institute, Betriebe und Ausbildungsstätten, betonte der Wiener Fachmann DI Dr. Gerald Murauer. Rund 3 Mrd. Schilling seien in Wien seit 1997 in technologiepolitische Aktivitäten investiert worden. Besonders hob Murauer den Tech Gate Vienna hervor, der einen Schwerpunkt in den Bereichen Software und Telekommunikation bildet. Als weitere gelungene Beispiele kommunaler Technologiepolitik hob er das Vienna BioCenter, einen Cluster im Bereich der Biotechnologie mit über 700 Wissenschaftlern, mehreren hundert Studenten und einer breiten Präsenz an Unternehmen, bzw. den Klima-Wind-Kanal, ein weltweit einzigartiger Testbereich für Schienenfahrzeuge, hervor. Bei allen drei Beispielen hätte sich das gewählte Modell eines Public/Private-Partnetships bestens bewährt.

Für die prosperierende Technologie- und Regionalpolitik Oberösterreichs machte Mag. Karin Schachinger von der OÖ Technologie-und Marketinggesellschaft nicht nur die bereitgestellte Förderungsmilliarde für den Zeitraum 1998 bis 2003, sondern auch das Vorhandensein eines entsprechenden Masterplans bzw. das gemeinsame Handeln von öffentlicher Hand und privaten Unternehmen mitverantwortlich. Heute verfüge Oberösterreich u.a. mit der Produktionsforschungsgesellschaft PROFACTOR in Steyr, dem Leichtmetall-Kompetenzzentrum Ranshofen (LKR) und dem Software Competence Center in Hagenberg über starke Kompetenz- und Transferzentren im gesamten Land. Weiters seien seit 1998 in Oberösterreich in den Bereichen Automobil, Dieseltechnologie, Kunststoff, Holz, sowie Ökoenergie und Lebensmittel sechs Cluster entstanden.

Die Sicht eines Villacher High Tech-Unternehmens im Bereich der Halbleiter- und Mikroelektronik bzw. -mechanik referierte Ing. Hannes Gütler. Der Mitarbeiter von Mechatronic Systemtechnik GmbH betonte, dass für die Ansiedlung seines Unternehmens in Villach u.a. der Verkehrsknotenpunkt im Dreiländereck Österreich-Italien-Slowenien, die Nähe zu strategisch wichtigen Kunden (29 Produzenten im Halbleiter-Bereich im Umkreis von 500 Kilometern) bzw. Lieferanten, aber auch der Auf- und Ausbau entsprechender Forschungs- und Bildungseinrichtungen sowie Kooperationsnetzwerken gewesen sei.

Auf die mitunter schwer auf einen Punkt zu bringende Relevanz sogenannter Soft-facts im Standort-Wettbewerb wies Dr. Andreas Braun von der Firma Swarovski hin. Jenseits der bekannten weichen Werte wie Ausbildungsniveau, Sicherheit, Kulturangebot und allgemeine Lebensqualität, erinnerte Braun an die immer wichtiger werdende ästhetische Komponente im urbanen Standort-Ranking. Gerade angesichts einer Zeit, in der Bilder, Texte und Töne zu einem austauschbaren Ganzen werden, sei, letztendlich auch in einem ökonomischen Sinne, dringend eine neue Stadt-Wahrnehmung, im Sinne der Stadt als Marke, vonnöten. (Schluss) hch/

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