Grüne warnen: 10% der Obst- und Gemüseproben stark belastet

Glawischnig fordert von Molterer Schutz für Vegetarier

Wien (OTS) - Wie gesund ist Obst und Gemüse, das in Österreich angeboten wird, wollte die Grüne Umweltsprecherin Eva Glawischnig wissen. Sie erhielt besorgniserregende Daten zur Antwort. Mehr als 10% der untersuchten Obst- und Gemüseproben weisen Überschreitungen der Grenzwerte auf, was die Belastung mit Unkraut- und Schädlingsbekämpfungsmittel betrifft. In allen Bundesländern werden pro Jahr mehrere Hundert Proben gezogen. 1999 z.B. wurde gesamt 546 Mal untersucht. 59 Mal wurden die Experten fündig und wiesen Belastungen über den Grenzwerten nach. "Wer glaubt, er ernährt sich gesund, wenn er viel Obst und Gemüse isst, kann sich täuschen", warnt die Umweltsprecherin vor Giftrückständen in Obst- und Gemüse und fordert vom Landwirtschaftsminister Konsequenzen ein. "Jährlich werden tausende Tonnen an Pestiziden und Herbiziden auf unseren Feldern ausgesprüht. Diese Mengen müssen reduziert und die Kontrollen beim Einsatz der Gifte verstärkt werden. Während andere Länder wie Schweden, Dänemark oder Niederlande mit einer Abgabe auf Pestizide versuchen, den Einsatz zu reduzieren, geschieht bei uns zu wenig", kritisiert Glawischnig. Ein Antrag der Grünen auf Erstellung eines Programmes zur Reduktion des Pestizidverbrauches wurde gerade erst abgelehnt.

Glawischnig befürchtet weiters, dass illegale, in Österreich nicht zugelassene Pflanzengifte im Gemüse- und Obstanbau verwendet werden. Zweigstellen heimischer Firmen liefern Pestizide und Herbizide auf Grund des in Luxemburg niedrigeren Mehrwertsteuersatzes um einiges billiger als beim Einkauf in Österreich. Die Direktimporte aus anderen Mitgliedstaaten nach Österreich belaufen sich auf einen geschätzten Marktwert von ca. 140 Mio. öS. Manche Experten schätzen, dass mittlerweile sogar bereits mehr als 50% der Pflanzenschutzmittel direkt importiert werden. "Will man den Giftbereich in der Landwirtschaft von A bis Z kontrollieren, sind vor allem die Bundesländer gefordert, die für die Kontrollen zuständig sind", so Glawischnig abschließend.

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