Innenministerium plant Sparmaßnahmen bei NS-Opfergräbern

Wien (SK) Das Büro des Bundes Sozialdemokratischer Freiheitskämpfer und Opfer des Faschismus erreichte gestern die Mitteilung, dass die Gräber der am Zentralfriedhof bestatteten, von den Nationalsozialisten ermordeten Frauen und Männer wegen Sparmaßnahmen des Innenministeriums ab sofort keinen Blumenschmuck erhalten sollen. "Diese Nachricht hat uns veranlasst, den Bezirksvorsteher des 11. Bezirkes, Otmar Brix, zu ersuchen, dieser Angelegenheit nachzugehen. Nunmehr wurde uns von Bezirksvorsteher Brix mitgeteilt, dass das Büro des Finanzstadtrats prüft, ob aus Mitteln dieses Ressorts für den Blumenschmuck gesorgt werden kann", so der Bundesvorsitzende der Sozialdemokratischen Freiheitskämpfer Alfred Ströer. ****

"Wie wir von der MA 43 erfahren konnten, wurden die Einsparungsmaßnahmen deshalb vorgesehen, weil die für diese Gräber zuständige Abt. IV/4 des Innenministeriums Sparmaßnahmen anordnete", erklärte Ströer am Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst.

"Es ist bedauerlich, dass man bei feierlichen Anlässen schöne Worte für jene Frauen und Männern findet, die für Österreich ihr Leben ließen, bei der Ausschmückung ihrer Gräber jedoch den Sparstift ansetzt", betonte Ströer abschließend. (Schluss) hm/mm

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