Nächtigungsrückgang um ein Prozent im Winter

Aktueller Bericht der Landesstelle für Statistik

Bregenz (VLK) - In der Wintersaison 2000/01 (November 2000
bis April 2001) haben 883.300 Gäste in Vorarlberg 4,5
Millionen Übernachtungen gebucht. Die Zahl der Ankünfte sank
im Vorjahresvergleich um drei Prozent, die Zahl der
Übernachtungen um ein Prozent. Damit wurde die Wintersaison
mit einem geringeren Nächtigungsverlust abgeschlossen als
noch vor wenigen Wochen prognostiziert. Die
Zwischenergebnisse ließen damals einen mindestens zwei-
prozentigen Nächtigungsrückgang erwarten. ****

Die Wende hat das unerwartet gute Abschneiden im April ermöglicht. Unerwartet vor allem deswegen, weil Ostern um
eine Woche früher stattfand als vor einem Jahr und somit die gesamte Wintersaison 2000/01 praktisch um eine Woche kürzer
war. Im April stiegen die Buchungen dennoch um beachtliche
elf Prozent, womit das beste Monatsergebnis des Winters
2000/01 erzielt wurde. Dazu beigetragen haben vor allem die
guten Schneeverhältnisse zu Ostern und das wesentlich bessere Wetter als vor einem Jahr. Einen Nächtigungszuwachs gab es
sonst nur im Februar, und zwar um vier Prozent. In den
übrigen Monaten kam es durchwegs zu Verlusten: Im November um
vier Prozent, im Dezember und Jänner um je zwei Prozent und
im März um neun Prozent.

In Anbetracht des Schneemangels in weiten Teilen des
Landes und über fast den ganzen Winter hinweg konnte mit
einem neuerlichen Wachstum der Gäste- und Nächtigungszahlen
nicht gerechnet werden, zumal die Wintersaison 1999/2000 zu
den erfolgreichsten der letzten Jahre gehört. Unter diesen Umständen ist die Bilanz des Winters 2000/01 durchaus positiv
zu bewerten, vor allem weil es trotz ungünstiger
Voraussetzungen gelungen ist, das mittelfristige
Nächtigungsniveau zu halten.

Einnahmen leicht gestiegen

Die Einnahmen, die sowohl der Tourismuswirtschaft
unmittelbar als auch nachgelagerten Wirtschaftszweigen
mittelbar zugeflossen sind, erreichten eine Summe von 14
Milliarden Schilling (1,02 Milliarden Euro) gegenüber 13,8 Milliarden Schilling (eine Milliarde Euro) in der Saison
1999/00. Die Valutenankäufe der Vorarlberger Geldinstitute,
die mit dem Tourismus zusammenhängen, erhöhten sich um 0,4 Prozent. Während die Umwechslungen von D-Mark um acht Prozent zurückgingen, erhöhten sich jene der Schweizer Franken um
zehn Prozent. Zu diesen Verschiebungen hat auch der Einkaufstourismus aus den Nachbarregionen beigetragen.

Von den wichtigsten Herkunftsländern haben die Gäste aus Deutschland, den Niederlanden und Frankreich weniger
genächtigt. Die Gäste aus Österreich haben das Niveau des Vorjahres knapp überschritten, ebenso Belgier, Luxemburger
und Italiener. Deutlich zugenommen haben die Buchungen der
Schweizer und Liechtensteiner sowie der US-Amerikaner und der Briten.

Nächtigungsziffer
Herkunftsländer Saison Saison Veränderung

1999/2000 2000/2001 in Prozent

Österreich 406.398 407.943 + 0,4 Belgien, Luxemburg 72.446 73.128 + 0,9 Deutschland 3.170.219 3.121.941 - 1,5 Frankreich 81.779 74.682 - 8,7 Vereinigtes Königreich 63.827 71.278 + 11,7
Italien 16.763 16.840 + 0,5 Niederlande 316.379 303.095 - 4,2
Schweden 14.376 14.756 + 2,6
Schweiz, Liechtenstein 302.839 317.793 + 4,9
USA, Kanada 28.330 30.692 + 8,3
Andere 91.675 90.400 - 1,4

Gesamt 4.565.031 4.522.548 - 0,9

Unterschiedliche Entwicklungen in den Regionen

In den einzelnen Tourismusregionen verlief die
Wintersaison 2000/01 uneinheitlich. Die Region Bodensee-
Alpenrhein brachte es auf einen Nächtigungsrekord, das
Montafon auf das beste Ergebnis seit sieben Jahren. Im Kleinwalsertal stagnierten die Nächtigungen auf hohem Niveau.
Am Arlberg und im Bregenzerwald mussten Verluste hingenommen
werden und die Alpenregion Bludenz kam auf das seit langem niedrigste Nächtigungsvolumen. Der Arlberg schloss trotz des Rückganges an das Nächtigungsniveau der letzten drei Wintersaisonen an. Im Bregenzerwald wurde das bisher
zweitbeste Nächtigungsergebnis erzielt.

Nächtigungsziffer
Regionen Saison Saison Veränderung

1999/2000 2000/2001 in Prozent

Alpenregion Bludenz 478.575 463.751 - 3,1
Arlberg 874.214 843.380 - 3,5 Bodensee-Alpenrhein 287.980 293.246 + 1,8 Bregenzerwald 838.800 815.878 - 2,7 Kleinwalsertal 910.537 913.241 + 0,3
Montafon 1.174.925 1.193.052 + 1,5

VORARLBERG 4.565.031 4.522.548 - 0,9

Von den verschiedenen Unterkunftsarten haben nur die Ferienwohnungen mit Zuwächsen abgeschnitten. In den
gewerblichen Ferienwohnungen erhöhte sich die Nachfrage um
sechs Prozent, in den privaten Ferienwohnungen um ein
Prozent. Die Hotellerie erlitt insgesamt Verluste um ein
Prozent, in den Privatzimmern kam es zu Einbußen um sechs
Prozent.
(so/gw,nvl)

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