Modesekretariat neu - ein erster Schritt zur Neustrukturierung des WIFI Österreich

Vertragsübergabe durch WKÖ-Generalsekretär Christian Domany und WIFI-Kurator Michael P. Walter an das neue Team Ariane Rhomberg und Angela Henkel

Wien (PWK396) - "Mit der Privatiserung des Österreichischen Modesekretariates ist ein erster entscheidender Schritt zur Umsetzung der Kammerreform und der Neustrukturierung des WIFI Österreich gesetzt worden", erklärte WKÖ-Generalsekretär Christian Domany heute anlässlich der Vertragsübergabe an das neue Team. Aus dem Österreichischen Modesekretariat wird das Österreichische Institut für Mode- und Trendentwicklung GesmbH mit den beiden Geschäftsführerinnen Ariane Rhomberg und Angela Henkel an der Spitze. "Der Privatisierungsschritt ermöglicht zwei Jungunternehmerinnenn nicht nur eine neue Karriere aufzubauen, sondern mit neuen Ideen die österreichische Modebranche von der Textil- über die Bekleidungsindustrie, Fachhandel, Kleidermacher, Schuhproduzenten bis zum Accessoirebereich mit wesentlichen Informationen über neue Modetrends und Entwicklungen zu informieren.

Die Aktivitäten des 1955 gegründeten Modesekretariates beschränkten sich nicht nur auf die Information der Modebranchen im Inland, sondern beschäftigten sich
bis in die 90er Jahre vorwiegend auch mit der Exportförderung und Unterstützung der österreichischen Firmen im Ausland. Eine der Hauptaufgaben war die Organisation von Modeschauen im Ausland auf den internationalen Leitmessen wie München, Düsseldorf, Madrid etc, wodurch "Austrian Fashion" international Anerkennung und Verbreitung fand. Es gelang Mode made in Austria international zu positionieren. Ab Mitte der 90er Jahre hat das ÖMS seine Stategie an die neuen Erfordernisse angepasst und sich mehr auf die Vermittlung und Erarbeitung der neuen Trends verlegt und gleichzeitig seine Aktivitäten kommerziell ausgerichtet.

"Ziel des neuen Teams als unabhängiges privates Unternehmen ist es, in Österreich zentrale Anlaufstelle für alle mit der Mode verbundenen Fragen zu werden. Ein kompetitiver Markt erfordert eine zentrale Schnittstelle, die österreichischen Unternehmen im Umfeld der Textilwirtschaft durch gezielte Unterstützung einen Wettbewerbsvorteil verschafft. Internationales Trendscouting ermöglicht es, marktorientierte Trendkonzepte zu entwickeln und diese als individuelle Informationspakete an Interessenten weiterzugeben. So wird auch mittleren und kleineren Unternehmen, die nicht an internationalen Fachmessen und Expertentreffen teilnehmen können und keine eigene Designabteilung haben, wertvolles Informationsmaterial zur Verfügung gestellt. Weiteres Unternehmensziel ist eine Imageaufwertung der Mode Made in Austria im In- und Ausland", beschreiben Ariane Rhomberg und Andrea Henkel ihre zukünftigen Pläne. Beide waren ORF-Mitarbeiterinnen und überzeugen mit ihren ehrgeizigen engagierten Vorhaben.

"Für die Wirtschaftskammer Österreich bedeutet dieser erste Privatisierungsschritt ein jährliches Einsparungspotenzial von 8 Mio Schilling mit Ausnahme der ersten drei Jahre. Als finanzielle Starthilfe für die im Vertrag festgesetzten Mindestleistungsangebote des Unternehmens Rhomberg&Henkel GesmbH, der Einrichtung eines Trendbüros mit der Aufgabe der Produktion regelmäßiger Publikationen, der Trendbücher, wird das Unternehmen mit einem Betrag von 3,5 Mio Schilling unterstützt, im ersten Jahr mit 2 Mio Schilling, im zweiten Jahr mit 1 Mio Schilling und im dritten Jahr mit 0,5 Mio Schilling. Das Einsparungspotenzial ist in den ersten drei Jahren daher mit einem Betrag von 20,5 Mio Schilling zu beziffern, in den weiteren Jahren mit 8 Mio Schilling jährlich, beschreibt Domany die finanzielle Auswirkung für die Wirtschaftskammer Österreich.

"Dieser beispielhafte erste Schritt der Privatisierung im Bereich des WIFI Österreich wird in der nächsten Zeit zu weiteren Umstrukturierungen führen. Konkret sind drei Projekte vorgesehen, die sich auf die Kernkompetenzen der WIFIs beschränken, die WIFI -International GesmbH für den internationalen Knowhow-Transfer, die WIFI - Koordinations GesmbH als Schnittstelle zu den Landes-WIFIs und den bildungspolitischen Bereich", definiert WIFI-Kurator Michael P. Walter die nächste Umsetzungsphase im Zuge der Kammerreform. (pt)

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