GATTERER: ÄNGSTE DER MENSCHEN VOR TOD UND SCHMERZEN MÜSSEN ERNST GENOMMEN WERDEN

Autonomie und Selbstbestimmung des Patienten stärken

Wien, 29. Mai 2001 (ÖVP-PK) Für den Ausbau der Palliativmedizin, mehr Hospizeinrichtungen, die Stärkung der Autonomie und Selbstbestimmung des Patienten sowie für den Schutz des Lebens sprach sich heute, Dienstag, ÖVP-Abg. Edeltraud Gatterer im Rahmen der parlamentarischen Enquete "Solidarität mit unseren Sterbenden -Aspekte einer humanen Sterbebegleitung in Österreich" aus. Gatterer, Mitglied der parlamentarischen Versammlung des Europarates, hat sich mit einem vielbeachteten Bericht an den Europarat über die Rechte der Todkranken und Sterbenden als gefragte Expertin auf diesem Gebiet profiliert. ****

"Die Ängste der Menschen vor Tod und Schmerzen müssen ernst genommen werden. Die Zulassung der aktiven Sterbehilfe ist jedoch eine Kapitulation vor den Herausforderungen des Lebens und des Sterbens. Zudem steht die Sterbehilfe im Widerspruch zur Menschenrechtskonvention. Wir wissen, dass der Wunsch eines Menschen nach aktiver Sterbehilfe vielfach aus der Angst entsteht, unter großen Schmerzen einem qualvollen Ende entgegensehen zu müssen." Die ÖVP-Abgeordnete fordert daher einen Zugang zu angemessener Palliativpflege und adäquater Schmerzlinderung für alle todkranken und sterbenden Menschen, sofern dies ihren Wünschen entspricht.

"Im Gegensatz zu traditionellen Spitälern richten Hospize ihre Aufmerksamkeit auf den Sterbenden und auf dessen Gemeinschaft mit seinen engsten Vertrauten. Die Unterstützung der Gründung weiterer Hospize ist ein wirkungsvolles Mittel, um ein Sterben in Würde zu ermöglichen", unterstrich die Kärntner ÖVP-Abgeordnete die Wichtigkeit des Ausbaus von Hospizeinrichtungen. Ebenso wichtig sei die Bereitstellung ambulanter Hospizteams, die eine Inanspruchnahme von Palliativpflege auch zu Hause ermöglichen.

Jeder Todkranke oder Sterbende müsse zudem das Recht haben, wahrheitsgemäß, umfassend, verständlich und einfühlsam über seinen Gesundheitszustand informiert zu werden. Gatterer: "Kein Todkranker oder Sterbender soll gegen seinen Willen behandelt oder in seinen Entscheidungen durch andere Personen beeinflusst oder unter Druck gesetzt werden", schloss Edeltraud Gatterer.
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