SP-Pfeffer fordert verstärkte psychologische Betreuung der Grenzsoldaten

"Helpline des Heerespsychologischen Dienstes ist zu wenig"

Wien (SK) Nach dem Selbstmord eines Grenzsoldaten am vergangenen Wochenende fordert die burgenländische SPÖ-Abgeordnete Katharina Pfeffer einmal mehr "eine bessere psychologische Betreuung der Assistenzsoldaten". Das Angebot für Grenzsoldaten, sich an die Heerespsychologische Helpline zu wenden, sei offenbar nicht ausreichend, so Pfeffer am Dienstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

"Es stellt sich die Frage, wie oft diese Helpline genützt wird, und ob sie tatsächlich geplante Selbstmorde verhindern kann", so die SPÖ-Abgeordnete. Die Hemmschwelle, eine Serviceinrichtung bei Problemen während des Bundesheereinsatzes zu kontaktieren, sieht Pfeffer gegeben.

In einer parlamentarischen Anfrage an Verteidigungsminister Herbert Scheibner hat Pfeffer konkrete Auskunft über die Zahl der Todesfälle beim Bundesheer in den letzten zehn Jahren verlangt. Minister Scheibner wies in der Beantwortung darauf hin, dass die Selbstmordrate beim Bundesheer geringer sei als im zivilen Bereich. Diese Position Scheibners will Pfeffer so nicht gelten lassen. "Der Druck, der auf die Grenzsoldaten lastet, ist groß. Kommen zur Extremsituation, der Assistenzsoldaten ausgesetzt sind, noch private Probleme hinzu, so sind junge Menschen sicher überfordert. Es geht mir darum, dass dieses heikle Thema endlich enttabuisiert und ernst genommen wird", begründet die SPÖ-Abgeordnete ihr Engagement.

Schützenhilfe für ihr Engagement erwartet sich Pfeffer nach der Reaktion Landeshauptmann Pühringers, welcher die Eignung der Soldaten besser überprüft sehen möchte. "Ich bin froh, dass sich jetzt auch andere Politiker um das Thema Selbstmorde beim Bundesheer annehmen", schloss Pfeffer. (Schluss) wf/mm

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