Gusenbauer gegen künstliche Aufregung rund um Schröder-Besuch

Wien (SK) Als künstliche Aufregung und kontraproduktive Nabelschau bezeichnete SPÖ-Vorsitzender Alfred Gusenbauer am Dienstag die heimische Debatte über den Besuch des deutschen Bundeskanzlers Gerhard Schröder. Er, Gusenbauer, könne die Aufregung nicht verstehen. Es sei durchaus üblich, dass ein sozialdemokratischer Parteichef auch seiner Schwesterpartei einen Besuch abstatte. In einer Pressekonferenz verwies Gusenbauer darauf, dass seit Bestehen der blau-schwarzen Bundesregierung nur sozialdemokratische Regierungschefs den Weg nach Österreich gefunden hätten, nämlich der ehemalige italienische Regierungschef Amato und der deutsche Kanzler Schröder. "Christdemokratische Regierungschefs haben hingegen den Weg nach Österreich noch nicht gefunden", so Gusenbauer. Zum Vorwurf, er, Gusenbauer, habe die Tagesordnung des deutschen Kanzlers bestimmt, erklärte Gusenbauer: "Man kann den dümmsten Vorwürfen der ÖVP glauben, aber sie werden deshalb nicht wahr." ****

Im Sinne guter nachbarschaftlicher Verhältnisse seien diese beiden Besuche für Österreich wichtig gewesen und der Besuch Gerhard Schröders könnte als Chance verstanden und genützt werden, "allerdings nicht dann, wenn man den Besuch zum Anlass für künstliche Aufregung und eine Nabelschau nimmt", so Gusenbauer.

Wäre jemand anderer gekommen, und nicht Gerhard Schröder, hätte es keinerlei Aufregung gegeben, zeigte sich der SPÖ-Chef überzeugt. An Schröders Besuchsprogramm sei nichts Ungewöhnliches. Als deutscher Bundeskanzler sei sein logisches Gegenüber der österreichische Kanzler Schüssel gewesen, als SPD-Chef sei sein Gegenüber der SPÖ-Chef, und auch daran, dass Schröder während seiner Österreich-Visite auch seinem Privatinteresse nachging und den Kontakt zu Kunst und Kultur suchte, sei nichts Ungewöhnliches zu finden, stellte der SPÖ-Chef klar. (Schluss) ml

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: (01) 53427-275
http://www.spoe.at

Pressedienst der SPÖ

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK/SPK