Zierler: Leitl betreibt verantwortungslose Panikmache

Wien, 2001-05-29 (fpd) - "Seit Monaten huscht bei manchen das Arbeitskräftemangelgespenst durch die Gänge. Dies jedoch als Vehikel für kontinuierliche Rufe nach Zuwanderung und Panikmache zu mißbrauchen, ist weder einfallsreich noch seriös, geschweige denn sinnvoll, sondern vor allem eines: unverantwortlich gegenüber den österreichischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern", so heute FPÖ-Generalsekretärin Theresia Zierler zu den Aussagen von WKÖ-Präsident Leitl in der gestrigen ZiB2.****

"Leitl betreibt verantwortungslose Panikmache. Allein seine Behauptung, man könne ja, wie er es gestern so salopp formulierte, wenn es wirklich bergab gehe, "dann noch immer darauf schauen", daß es keine Nachteile für unsere heimischen Arbeitskräfte gibt, beweist, daß es in seinen Überlegungen nur um eines geht: Um die möglichst rasche Beschaffung von möglichst billigen Arbeitskräften", kritisierte Zierler. Auch die in einer derartigen Form im ORF noch nie dagewesene Gratiswerbung für die "Unternehmen seiner Wahl" könne nicht über Leitls Konzeptlosigkeit hinwegtäuschen.

Die Ausschöpfung des inländischen Arbeitskräftepotentials, die Forcierung von Qualifikationsmaßnahmen, die Erhöhung der Beschäftigungsquote älterer Menschen, die Erhöhung der Erwerbsquote von Frauen oder Ausbildungsmaßnahmen für in Österreich lebende Ausländer hätten eindeutig Vorrang. Zierler verwies in diesem Zusammenhang auch auf die von den Freiheitlichen vorgeschlagenen zwölf Maßnahmen zur Stabilisierung des Arbeitsmarkts. Auch das Bildungssystem müsse flexibler gestaltet werden, entsprechende Qualifizierungsmaßnahmen seien bereits überfällig, hier habe Ministerin Gehrer echten Handlungsbedarf.

"Wir werden sicher nicht den Fehler machen und nur, weil es dem WKÖ-Präsidenten bequem, einfach und billiger erscheint, auf bloßen Verdacht oder Zuruf hin zigtausende Arbeitskräfte ins Land holen. Leitl soll zuerst einmal für jeden einzelnen hier lebenden Arbeitnehmer auf Jobsuche eine Arbeitsplatzgarantie abgeben", so Zierler. Im übrigen mögen sowohl Wirtschaftsminister Bartenstein als auch WKÖ-Präsident Leitl einmal einen Blick über die Grenzen nach Deutschland wagen, wo sich die Aktion "Green Card" als gewaltiger Flop entpuppt habe. Statt der rund 100.000 gesuchten Fachkräfte haben sich ganze 7.000 gemeldet. (Schluß)

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