TIERSCHUTZMEETING IN STOCKHOLM

IBT appelliert an Ministerin Winberg, internationale Kooperation auszudehnen

Wien (OTS) - Vom 29. bis 30. Mai findet in Stockholm ein international besetztes Tierschutzmeeting mit dem Titel "Ethics and Animal Welfare 2001 - Relationships between humans and animals" statt. Organisator ist Schwedens Landwirtschaftsministerin Margareta Winberg. Auf der Tagesordnung stehen Debatten über rechtliche, ethische sowie züchterische Belange. Der Internationale Bund der Tierversuchsgegner (IBT) wird vor Ort vertreten sein, um in Sachen ausgedehnter grenzüberschreitender Kooperation an Ministerin Winberg einen dringlichen Appell zu richten.

Gerda Matias, Präsidentin des IBT: "Schweden ist für seine fortschrittliche und mitunter sogar vorbildliche Haltung in Sachen Tierschutz bekannt. Wir werden vor Ort an Ministerin Winberg herantreten und verstärkt um internationale Kooperation und politische Unterstützung bitten. Tierschutz muß endlich grenzüberschreitend geplant werden; sei es in Sachen Tierversuche, Tiertransporte oder eben im aktuellen Fall Hunde."

Mag. Alexander Willer, Vorsitzender des auf Hund und Wolf spezialisierten Tierschutzvereins CANIS, vertritt auf Einladung von Frau Matias den IBT in Stockholm. Im einzelnen wird er folgende Punkte in einem Memorandum zusammengefaßt an Ministerin Winberg übermitteln:

- Verstärkter internationaler Druck auf die rumänischen Behörden, um mit dem planmäßigen Töten der Streunerhunde aufzuhören. Nicht-letale Maßnahmen wie Kastrationen stellen eine bewährte Alternative dar. Zumal der IBT im rumänischen Tirgu Mures selbst maßgeblich an einem Hilfsprojekt für Streuner beteiligt ist, das beweist, daß es ganz ohne Gift und Totschlag funktionieren kann - und muß!

- Erst in diesem Monat wurde die deutsche Bundesregierung wegen ihrer diskriminierenden und nicht selten todbringenden Haltung gegenüber bestimmten Hunderassen vom Internationalen Gerichtshof für Tierrechte in Genf verurteilt. Ein moralischer Sieg, bei dem CANIS und der IBT neben zahlreichen deutschen Initiativen maßgeblich mitgewirkt haben. Nun soll auch Schwedens Ministerin ihren diplomatischen Einfluß auf Deutschland geltend machen.

- Danksagung an Schweden bezüglich der kritischen Haltung gegenüber der norwegischen Wolfsabschusspolitik im März/April 2001, die langjährig aufgebaute Wildlifeprojekte massiv gefährdete.

Mag. Willer: "Sowohl in Rumänien wie in Deutschland muß das pauschale Verteufeln und Töten von Hunden endlich aufhören und einer sachlich-wissenschaftlichen Regelung mit Augenmaß weichen. Hetzerische Begriffe wie "tollwütige Straßenköter" oder "Kampfhunde" dürfen in der politischen Diskussion nicht länger geduldet werden, zumal Rumänien in die EU möchte, und Deutschland mit dem neuen Hundegesetz bisher immer noch den wissenschaftlich plausiblen Beweis nach Art 28-30 EG-Vertrag schuldig geblieben ist."

Ort der Veranstaltung: Cirkus Centre, Djurgarden, Stockholm, 29./30. Mai, jeweils von 9.00 bis 17.00 Uhr.

Nähere Informationen zum Internationalen Meeting in Stockholm erhalten Sie vor Ort von

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