AK Test: Jede fünfte Zitrusfrucht auf Märkten falsch gekennzeichnet

Erfreulich: Biofrüchte aus Supermärkten waren unbehandelt

Wien (AK) - Sind die Schalen naturbelassener Zitrusfrüchte
wirklich unbehandelt? Ein Test der Wiener AK-Konsumentenschützer zeigt: Die Orangen und Zitronen aus Supermärkten waren aus biologischer Landwirtschaft und somit richtig gekennzeichnet. Unerfreulich: Jede fünfte Zitrusfrucht vom Standler war behandelt, obwohl sie als unbehandelt oder Naturprodukt gekennzeichnet war. Konsumenten dürfen nicht getäuscht werden. Die Standler müssen bei der Kennzeichnung bzw Auskunft sorgfältiger sein, verlangen die AK-Konsumentenschützer. Die AK hat insgesamt 26 Zitrusfrüchte in Supermärkten und auf Märkten in Wien eingekauft. ****

Die AK-Konsumentenschützer haben in Supermärkten und auf Märkten in Wien naturbelassene Orangen und Zitronen eingekauft. Insgesamt wurden 26 Zitrusfrüchte (21 Orangen und 5 Zitronen) untersucht, 12 Früchte stammen aus Supermärkten und 14 von Märkten. Die AK-Konsumentenschützer wollten wissen, ob die Schalen der Bio- oder unbehandelten Zitrusfrüchte tatsächlich unbehandelt sind. Die Untersuchung hat der Verein für Konsumenteninformation (VKI) durchgeführt.

Behandelte Schalen
Thiabendazol (E233) und ortho-Phenylphenol (E232) werden zur Schädlingsbekämpfung und zur Oberflächenbehandlung von Zitrusfrüchten eingesetzt. Die Früchte werden mit diesen Mitteln konserviert, damit sie während des langen Transportes nicht so schnell verderben.

Auf Grund der EU-Bioverordnung dürfen Produkte aus biologischer Landwirtschaft nicht mit Oberflächenbehandlungsmitteln bearbeitet sein. Diese Produkte werden auch streng kontrolliert.
Früchte, die nicht aus biologischem Landbau stammen und auf deren Oberflächenbehandlung dennoch verzichtet wurde, werden üblicherweise im Verkauf als unbehandelt oder als Natur-Orangen bezeichnet, sagen die AK-Konsumentenschützer.

Ware in Supermärkten richtig gekennzeichnet
Die gute Nachricht: Alle 12 Zitrusfrüchte aus den Supermärkten waren aus biologischer Landwirtschaft und richtig als Bioware gekennzeichnet.

Zitrusfrüchte auf Märkten nicht ganz so zuverlässig
Bei den Zitrusfrüchten war leider doch drauf, was nicht drauf sein sollte. Der AK-Test zeigt: Bei einem Fünftel (3 von 14) der Zitrusfrüchte von den Märkten fanden sich Oberflächenbehandlungsmittel, obwohl sie als "Bio" oder unbehandelt bezeichnet waren. Die Grenzwerte, wie sie für behandelte Früchte gelten, wurden zwar nicht erreicht. Nichts desto weniger müssen sich die Verbraucher auf eine richtige Etikettierung verlassen können. Daher müssen Früchte, die als unbehandelt oder "Naturprodukt" gekennzeichnet werden, auch auf Märkten zuverlässig sein, kritisieren die AK-Konsumentenschützer.

Schadstoffe in frisch gepressten Orangensäften
Die AK-Konsumentenschützer haben bereits im Jänner frisch gepresste Orangensäfte unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Mehr als die Hälfte der frisch gepressten Orangensäfte enthielt damals Rückstände von Oberflächenbehandlungsmitteln aus Zitrusfruchtschalen. Bei 15 Prozent lag der Schadstoffgehalt sogar über dem derzeit geltenden Grenzwert von 0,05 Milligramm je Kilogramm für diese Säfte.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: (01) 501 65-2677
email: akpresse@akwien.or.at
http://www.akwien.at

AK Wien Presse

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKW/AK