Vorarlberg startet EDV-Offensive an den Schulen BILD

Insgesamt 145 Millionen Schilling für bessere EDV- Ausstattung

Bregenz (VLK) - Vorarlberg will einen nachhaltigen Impuls
zur Nutzung neuer Medien in den Schulen setzen. Dazu wird die Vorarlberger Landesregierung - gemeinsam mit Bund, Gemeinden, Vorarlberger Wirtschaft und Arbeiterkammer - den Schulen
massive finanzielle Unterstützung für den Ausbau der dafür notwendigen EDV-Ausstattung zur Verfügung zu stellen. Die
Details dazu wurden heute, Freitag im Rahmen einer
Pressekonferenz im Bundesgymnasium Bregenz-Gallusstraße von Landeshauptmann Herbert Sausgruber, Schullandesrat Siegi
Stemer und Gemeindeverbandspräsident Wilfried Berchtold präsentiert. ****

Die Stärke des Konzeptes zur Vorarlberger EDV-
Schuloffensive ist seine Breite, betonten Landeshauptmann
Sausgruber und Schullandesrat Stemer: "Im Gegensatz zu
manchen ähnlichen Initiativen, wo in erster Linie Ressourcen
für eine Hardwareausstattung und Internetzugänge zur
Verfügung gestellt werden, haben wir ein durchgängiges
Konzept, das neben der Verbesserung der Ausstattung auch die
Fort- und Weiterbildung der Lehrerschaft, die Organisation
von Support und Wartung und die Anwendung Neuer Medien und Lerninhalte berücksichtigt".

Die vier Säulen des Konzeptes

Um in Vorarlberg einen nachhaltigen Impuls in Richtung Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) in den
Schulen geben zu können, sind vier Aufgabenstellungen nahezu synchron zu lösen, erläuterte Landesrat Stemer:
1. Zeitgemäße IKT-Ausstattung: Die Schulen brauchen eine
moderne IKT-Umgebung, die problemlos funktioniert. Dazu
gehören neben zeitgemäßen Arbeitsplätzen auch eine moderne Netzwerkinfrastruktur, interne und externe Serverdienste und
ein breitbandiger Internetzugang.
2. Fort- und Weiterbildung der Lehrer und IT-Betreuer
3. Support und Wartung: Für den Support an der Schule stehen IT-Betreuer (üblicherweise EDV-Kustoden genannt) zur
Verfügung.

4. Neue Medien und Lerninhalte: Hier kommt der
Schulmedienstelle des Landes als Medien-Center eine wichtige
Rolle zu, um neue Bildungsangebote zu evaluieren und bereitzustellen. Als Kommunikationsplattform sollte der
Vorarlberger Bildungsserver dienen.

Kosten

Bei Umsetzung des Gesamtkonzeptes ist für die
Allgemeinbildenden Pflichtschulen (APS) ein Bedarf von rund
103 Millionen Schilling (knapp 7,5 Millionen Euro) und für
den Bereich der Allgemeinbildenden höheren Schulen (AHS) und Berufsbildenden mittleren und höheren Schulen (BMHS) inkl.
der Privatschulen ein Volumen von 41 Millionen Schilling
(knapp 3 Millionen Euro) errechnet worden. Die Investitionen
sollen von den einzelnen Schulerhaltern auf drei Jahre
verteilt werden.

Förderungen

Im Bereich der APS sind die Gemeinden Schulerhalter. Mit
dem Vorarlberger Gemeindeverband wurde ein entsprechendes Förderungsmodell aus besonderen Bedarfszuweisungen
vereinbart. Gemeindeverbandspräsident Berchtold: "Hier kann
je nach Finanzkraft der Gemeinde eine Förderung zwischen 25
und 57 Prozent gewährt werden." Die förderbare Ausstattung
ist - je nach Schultyp unterschiedlich - im Konzept
definiert.

Für das Investitionsvolumen bei den AHS und BMHS stellt
der Bund zunächst sieben Millionen Schilling (508.000 Euro)
zur Verfügung. Arbeiterkammer, Wirtschaftskammer und VEM
steuern je zwei Millionen Schilling (145.000 Euro), die Handelskammer Liechtenstein 1,3 Million Schilling (94.000
Euro) bei. Die verbleibende Differenz von rund 27 Millionen Schilling (knapp zwei Millionen Euro) wird vom Land
Vorarlberg zur Verfügung gestellt.

Förderungszeitraum

Um einen Anreiz für eine zügige Umsetzung der EDV-
Ausstattung in den Vorarlberger Schulen im Sinne des IKT-
Konzeptes zu schaffen, wird die Förderungsaktion vorerst
zeitlich bis 31. Dezember 2003 befristet. Über eine
Verlängerung der Förderungsaktion wird zu gegebener Zeit
gemeinsam mit dem Vorarlberger Gemeindeverband entschieden. (tm/dig,nvl)

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