Finz: "Rechtliche Rahmenbedingungen für Kapitalmarkt verbessern!"

Finanzstaatssekretär Alfred Finz und MdEP Othmar Karas beim Kapitalmarktsymposium in der Wirtschaftskammer Österreich

Wien(PWK372) Finanzstaatssekretär Alfred Finz und Othmar Karas, Mitglied des Europäischen Parlaments, referierten im Rahmen des Kapitalmarkt- Symposiums in der Wirtschaftskammer Österreich am Freitag über die Kapitalmarktpolitik der Bundesregierung und die kapitalmarktpolitischen Vorhaben der Europäischen Union.

"Wie ein Arzt, der zuerst diagnostizieren muss, ist es auch beim Kapitalmarkt notwendig zu analysieren wo die Schwächen sind." Gründe dafür ortete der Staatssekretär in der Struktur der österreichischen Wirtschaft. Finz führte aus, dass der Anteil der börseorientierten KMUs zu klein sei, viele österreichische Unternehmen Familienbetriebe sind und auch die Börsekultur in Österreich im europäischen Vergleich unterentwickelt wäre. Finz: "Mit einer Quote von 7% an Aktienbesitzern rangieren wir am unteren Ende in Europa."

Die Rezepte der Bundesregierung zur Stärkung des österreichischen Kapitalmarktes sind die Verbesserung der rechtlichen Rahmenbedingungen, wie z. B. der Wegfall der Börsenumsatzsteuer; eine materielle Stärkung, wie die Einführung der Abfertigung neu, wovon auch die Fonds profitieren und eine verstärkte Privatisierung. Schließlich soll eine "Finanzmarktaufsicht neu" nationalen und internationalen Anlegern Sicherheit geben.

Othmar Karas betonte die europäische Dimension, da ja das Europäische Parlament in der Gesetzesfindung für den Finanzdienstleistungsbereich mitentscheidet.

Für Karas gewinnt der Finanzdienstleistungsbereich immer mehr an Bedeutung, wobei die gemeinsame Währung nicht zu unterschätzen sei. Karas: "Erstmals werden die Bürger die gemeinsame Währung auch spüren und zwar dann, wenn sie den EURO in der Hand haben." Der Euro habe die politische- und wirtschaftliche Landschaft verändert und die Preistransparenz erhöht. Karas weiter: "Um das zu sichern muss der Stabilitäts- und Wachstumspakt weiter ehrgeizig verfolgt werden.

In diesem Zusammenhang sieht Karas den Finanzdienstleistungsbereich als große Wachstumsbranche, die eine neue Chance durch technische Innovation und den Euro eröffnet hat. Trotzdem gibt es noch keinen integrierten Markt für die Finanzdienstleistungen. Karas fordert daher die Beseitigung der Hemmnisse, um einen funktionierenden Kapitalmarkt zu ermöglichen. Als einen ersten Schritt sieht der Europaabgeordnete die Umsetzung des Finanzdienstleistungsaktionsplanes, der ca. 40 Maßnahmen auflistet, um die Vorteile eines voll integrierten europäischen Finanzdienstleistungs- und Kapitalmarkts nutzen zu können. Schwerpunkte dabei sind die Vollendung eines einheitlichen Firmenkundenmarktes, die Entwicklung offener und sicherer Märkte für Finanzdienstleistungen im Privatkundenbereich, sowie die Gewährleistung der Stabilität der EU-Märkte durch die Stärkung der Überwachungsstrukturen. (MW)

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Presseabteilung
Tel.: (01) 50105-4462
Fax: (01) 50105-263
e-mail: presse@wko.at
http://www.wko.at/Presse

Wirtschaftskammer Österreich

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK/PWK